Die Weißbier-Elite im Test

TitelAuch wenn jetzt zum Oktoberfest das gleichnamige, kräftiger eingebraute Hell im Ausschank ist, gibt es wohl keinen anderen Biertyp, der so stark mit Bayern in Verbindung gebracht wird wie Weißbier. Weißbier ist nicht wirklich weiß, zumal es auch „Dunkle Weiße“ mit Röstmalz gibt, es besitzt jedoch immer einen erheblichen Anteil an Weizenmalz. Interessanterweise wurde ausgerechnet im berühmten Bayerischen Reinheitsgebot von 1516 Weizen als Brauzutat quasi verboten – als Brotgetreide sollte es der Ernährung der Bevölkerung dienen. Nur ein findiger Juristentrick sorgte dafür, dass Weizenbiere weiterhin gebraut werden konnten.

Es heißt in dem Verordnungstext nämlich, dass diese „auf dem Land, in den Städten und Märkten“ gelten solle. Ausgenommen davon war – wie überraschend – der herzogliche Hof. Auf diese Weise erhielt der Herzog von Bayern ein Weißbiermonopol, das er im Laufe der Zeit auch reichlich gewinnbringend auszukosten wusste. Nachdem das Monopol zwischenzeitlich an die Degenberger verpachtet worden war, die im 16. Jahrhundert ausschließlich nördlich der Donau Weißbiere brauen ließen, erhielt Maximilian I. nach dem Aussterben der Degenberger-Linie das Monopol zurück nach München. Flugs wurden überall im bayerischen Lande Hofbräuhäuser gegründet, die dem einträglichen Geschäft des Weißbierbrauens nachgingen.

ChiemseeMit der Erfindung der Kältemaschine, die das Brauen untergäriger Biere rund ums Jahr ermöglichte, ging die Angesagtheit des samtig-trüben Getränks nach und nach zurück. Spätestens Mitte des 20. Jahrhunderts war der klare, herbe Pilsgeschmack bei allen modernen Biertrinkern angekommen, die vollmundigen Weißbiere hingegen nur etwas für den greisen Kartler-Stammtisch im Wirtshaus.

Blasmusik Weshalb die Weizenbiere dann in den 1980er Jahren wieder zunehmend an Boden gewannen, darüber gibt es möglicherweise bereits wissenschaftliche Abhandlungen. Ein Aspekt war sicherlich die Tatsache, dass sich das noch bis weit ins 20. Jahrhundert hinein rückständige Oberbayern mehr und mehr zum Laptop- und Lederhosenparadies wandelte, also eine offenbar faszinierende Kombination aus Traditionsbewusstsein und ökonomischem Erfolg ausstrahlte. Zusätzlich gewannen in dieser Zeit auch gesundheitsfixierte Esstrends an Boden. Früher gab es höchstens Lebertran als Stärkungsmittel und Spinat gegen Eisenmangel, jetzt aber sollte die Hefe aus dem Weißbier die Haut schöner und die Verdauung harmonischer machen. Und weil Weißbiere in aller Regel weniger Hopfen enthalten als Pilsener, wurden auch Menschen als Zielgruppe entdeckt, deren „Lebensfreude“ von Geschmäckern à la bitter, sauer und gerbig erheblich gebremst werden würde.

BauernhausMittlerweile gibt es in Deutschland Hunderte hefetrüber obergäriger Biere mit einem hohen Weizenmalzanteil. Wie sollte ich also sechs davon heraussuchen, um sie dann hier als angebliche Elite im Quertest gegeneinander antreten zu lassen? Nun, zum Glück existieren in der zunehmend professionelleren Bierfreundszene ein paar Vortester, die in unermüdlicher Schluckarbeit die Spreu vom, ja, Weizen zu trennen vermögen. Da sind zum einen die Bierführer und Buchautoren Harald Schieder und Ralph Forster, die ohne Übertreibung alle in Bayern gebrauten Biere schon einmal einem intensiven Test unterzogen haben. Und dann gibt es noch die Schwarmintelligenz der internationalen Community, die in einschlägigen Portalen wie RateBeer die Resultate ihrer bierologischen Expeditionen zum Besten geben. Schließlich habe ich selbst auch eine kleine Vorauswahl getroffen – der Sommer hier im Süden war ja heiß genug, um statt des starken Rotweins lieber ein kühles Weizen aufzumachen.

WeißbiereDie sechs Weißbiere, die ich bei diesem Test angestellt hatte, sind also entweder prämierte Lieblingsbiere von Schieder und Forster oder hoch bewertet bei RateBeer. Oder beides. Aus Spaß am Piratischen habe ich allerdings noch ein siebtes Bier dazugemogelt, und zwar – das gebe ich offen zu – vor allem seiner moderneren Erscheinungsform wegen. Und mit diesem ersten Exemplar möchte ich die Vorstellung der Kandidaten beginnen:

1. Die Weisse, Die Weisse Brauerei, Salzburg/Österreich, 5,2 vol%

1 Die WeißeWirkt zwar sehr modern in der Aufmachung samt Bügelverschluss, 0,33-Liter-Flasche und aufgedrucktem Logo, ist aber in Wirklichkeit ein echtes Original. Seit 1901 in einer kleinen Salzburger Hausbrauerei aus drei österreichischen Malzsorten hergestellt, handelt es sich hier gleich zu Anfang um den Piraten der Verkostung.

Der Test: Nase sehr nach obergäriger Orangenfrucht, esterig. Im Mund weiterhin orangige Fruchtester, und weil ich die Flasche in der Augusthitze in einem Supermarkt gekauft hatte, vermute ich, dass sie wahrscheinlich zu lange und nicht gut gelagert wurde. Derartige Fruchtester können nämlich nach meiner Testerfahrung sowohl durch die Verwendung bestimmter Hefestämme als auch durch warme Reife- und Lagerbedingungen entstehen. Das ist nicht schlimm, aber da die Brauer auf ihrer Website von einem „Bananenaroma“ als typisch sprechen, und ich das hier kaum schmecken kann, nehme ich ungeplante Vorgänge an. Abstrahiert man von dieser Aromendrehung, haben wir hier ein dezent hopfiges, frisches, leichtes und sommerliches Weißbier vor uns. Vielleicht das animierendste im ganzen Test.

2. Camba Weißbier, Camba Bavaria, Truchtlaching, 5,2 vol%

2 CambaIn Truchtlaching, direkt an der Alz und etwas außerhalb des Ortes gelegen, gibt es eine wirklich neue Brauerei. Ursprünglich als „Showroom“ des Brauanlagenherstellers Braukon gedacht, ist Camba Bavaria mittlerweile eine ganz normale Kleinbrauerei. Allerdings keine wie viele andere: Nicht nur dass hier ein paar Biertypen entstehen, die für den deutschen Markt noch etwas experimentell wirken (ich werde später im Jahr noch darüber berichten), Zutaten und Herstellung entsprechen dem, was ich als strikt handwerkliche „Edelbrauerei“ bezeichnen würde.

Der Test: Farblich am zweithellsten, in der Nase konsequenterweise ganz getreidedominant. Für mich persönlich ist das die angenehmste Variante, aber Geschmäcker sind natürlich verschieden. Im Mund wirkt das Bier deutlich viskos, getreidig, aber auch hopfig. Ein vorherrschendes Aroma à la Banane ist nicht vorhanden, im Gegenteil, das Camba Weißbier zeigt sich wahrhaft komponiert und ausgewogen. Vor meinem geistigen Auge sehe ich hochreife Getreidefelder Anfang August unmittelbar vor der Ernte. Üppig ist das Bier, samtig dazu – und vielleicht meine Nummer 1 im gesamten Test.

3. Rothmooser Hefe-Weißbier, Brauerei Kirnberger, Halfing-Rothmoos, 5,2 vol%

3 RothmooserMit rund 5.000 hl Ausstoß im Jahr noch etwas kleiner als Camba Bavaria, ist dies hier einer der Geheimtipps der Verkostung. Lieblingsbier bei Schieder und Forster und dort als „elegantes Sommerweißbier“ bezeichnet, befindet sich die Brauerei seit ihrer Gründung im Besitz derselben Familie. Gerste wird sogar noch selbst angebaut, und vom Gerstenmalz ist auch einiges in diesem Bier enthalten. Wie übrigens alle Biere der Verkostung sowohl Weizen- als auch Gerstenmalz verwenden; ein reines „Weizenbier“ ist extrem selten – spontan fällt mir kein einziges ein, aber vielleicht wisst Ihr ja mehr…

Der Test: Die Nase zeigt sich äußerst dezent, höchstens leicht nussig. Ach ja, falls es Euch auf den Fotos noch nicht aufgefallen war, ich habe für diesen Test Weißweingläser benutzt, weil man auf diese Weise die Aromen besser herausschmecken kann als aus dem Weizenglas oder gar dem Seidla. Geschmacklich erstaunt mich das Rothmooser am meisten von allen Bieren hier: Ganz dezent schleicht sich eine Stout-Röstigkeit herbei, die man der Farbe gar nicht ansieht. Vorn ein gewisser Orangenester, dann ein leichtes Holzkohlenfeuer, und hinten dann noch eine durchaus präsente Hopfigkeit. Die Überraschung der Reihe; gehört für mich zu den Top 3.

4. Unertl Weißbier, Weißbierbrauerei Unertl, Haag in Oberbayern, 4,9 vol%

4 UnertlDer Name Unertl ist ein Garant für hochwertige obergärige Biere, kommt er doch in der oberbayerischen Brauereienlandschaft gleich zweimal vor. Da haben wir zum einen die Brauerei von Wolfgang Alois jr. in Mühldorf und dann diese hier von Alois III. und IV. in Haag, auch im Landkreis Mühldorf. Die Brauleute sind nicht nur miteinander verwandt, sondern brauen in der Tat auch beide gute Biere. Ich habe das Exemplar der beiden Aloise ausgewählt, weil es weiter verbreitet ist. Interessanterweise gibt es übrigens zwei unterschiedliche Flaschenformen desselben Bieres, eine „normale“ mit Kronkork und eine „edlere“ mit Bügelverschluss.

Der Test: Ich wusste es ja schon: Das Weißbier von Unertl ist eigentlich eine Dunkle Weiße. Farblich deshalb am oberen Ende des Weißbierspektrums, trübe Dunkelkastanie, wodurch mir gleich zu Anfang ein bisschen die Idee kommt, hier Äpfel mit Birnen zu vergleichen. In der Nase spüre ich die der Farbe entsprechenden Röstnoten, Trockenfrüchte, Zwetschge, allerdings auch säuerliche und gemüsige Anklänge. Sehr individuell jedenfalls. Geschmacklich ist das Unertl vorn röstiger, schlankt nach hinten aber aromatisch aus. Im Prinzip haben wir hier den bananigen Typ vor uns – Isoamylacetat in Wirklichkeit, keine echte Banane, wenn man den Theorieschriften glauben darf. Dadurch aber, dass sowohl Röstmalz- als auch Küchenkräuteraromen vorhanden sind, wirkt das Bier in seiner Gesamterscheinung sehr eigenständig. Solo sicher am gewöhnungsbedürftigsten, kann ich mir hier ganz andere Speisen als Begleitung vorstellen, Wildgeflügel beispielsweise.

5. Hopf Helle Weiße, Weißbierbrauerei Hopf, Miesbach, 5,5 vol%

5 HopfWir sind immer noch in Oberbayern, haben uns aber deutlich näher an die Alpen herangepirscht. An und für sich handelt es sich hier um eine höchst traditionelle Familienbrauerei, die ausschließlich verschiedene Weißbiere im Angebot hat. Aus mir unbekannten Gründen wurde sie jedoch im Jahr 2006 an Hacker-Pschorr aus München verkauft, die wiederum zu Paulaner gehören, die wiederum zur Hälfte der Schörghuber-Gruppe und der Brau Holding International gehören, wobei letztere zur minimal größeren Hälfte Teil von Schörghuber, zur minimal kleineren Hälfte Teil von Heineken sind. Mit Bier lässt sich Geld verdienen, hatte ich das schon mal irgendwo erwähnt? Zum Glück ist das Hopf-Bier vom Eigentumswirrwarr erstaunlich unbeeindruckt geblieben, der gute Ruf besteht nach wie vor.

Der Test: Farblich eindeutig am hellsten, wie naturtrüber Apfelsaft. In der Nase spüre ich eigentlich zum ersten Mal leicht Banane, aber auch hier recht dezent. Im Mund kommt genau das, was lehrbuchhaft kommen soll, und zwar alles auf einmal: Zitrone, Banane, aber auch sehr deutlich Nelke. Der Nelkenton erscheint deshalb, weil obergärige Hefestämme aus Ferulasäure das 4-Vinylguajacol bilden, welches wiederum für unsere Zungen nach Gewürznelke schmeckt. Das passiert meistens bei der Nachgärung in der Flasche, aber ich frage mich gerade, ob Ihr sowas überhaupt wissen wollt. Jedenfalls ist die Hopf-Weiße für mich ein Prototyp für diese hell-nelkige Art, eine gewisse Säure kommt dazu, summa summarum ein trinkiges und erfrischendes Bier.

6. Schalchner Weiße hell, Weißbräu Schwendl, Tacherting-Schalchen, 5,2 vol%

6 SchalchnerBegeben wir uns wieder in ländlichere Gefilde, denn Schalchen als Teil von Tacherting befindet sich schon fast auf dem Weg nach Wien – leicht übertrieben, die Grenze zu Oberösterreich ist 20 Kilometer entfernt. Besonderen Wert liegt man hier darauf, einen eigenen Hefestamm zu verwenden, und Ihr könnt Euch denken, dass die Hefe beim Hefeweißbier eine auch geschmacklich ganz entscheidende Rolle spielt. Nelke, Banane, Orangen-Fruchtester – an den meisten Noten sind in der Tat in erster Linie die verwendeten Hefen „schuld“.

Der Test: In der Nase stärker in die Orangenfruchtrichtung wie bei der Salzburger Weissen, nur weniger intensiv. Geschmacklich bleiben wir hier in der fruchtigen Ecke, allerdings eindeutig Grapefruit, nichts mit Banane. Dennoch ist die Säureanmutung nicht hoch, das Bier durchaus üppig. Quasi als Gegengewicht dazu erscheint am Ende noch ein feiner Hopfen. Auch dies ist ein gelungenes Bier, ich kann es nicht anders sagen.

7. Schneider Weiße Tap 7, Weißbierbrauerei Schneider, Kelheim, 5,4 vol%

7 SchneiderSchließlich das vermutlich berühmteste Weißbier ganz zum Schluss. Kelheim liegt in Niederbayern, die „Schneider Weiße“ ist also neben dem Piraten aus Österreich das einzige nicht-oberbayerische Gebräu im Test. Allerdings befindet sich die Zentrale der Brauerei in München, und der Produktionsstandort wurde seinerzeit nur deshalb nach Kelheim verlagert, weil Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg die damals noch in München gelegene Brauerei zerstört hatten. Firmengründer Georg Schneider war übrigens der erste Bürgerliche, der im Jahr 1872 das Weißbierbraurecht erhielt. Ansonsten lässt sich nur sagen, dass die Schneider Weiße („Unser Original“, respektive seit 2007 auch „Tap 7“) wahrscheinlich das international anerkannteste und am höchsten bewertete Weißbier ist. Trotz quasi-industrieller Ausmaße mit 300.000 hl Ausstoß im Jahr scheint das ursprüngliche Rezept offenbar nicht wie anderswo irgendwann einmal versehentlich in den Braukessel gefallen zu sein.

Der Test: In der Farbe am zweitdunkelsten nach dem Unertl. Vor einigen Jahren, als ich zwar wusste, dass die Schneider Weiße als das große Weizenbier schlechthin gilt, ich es aber noch nicht getrunken hatte, war ich beim ersten Testen sehr überrascht, wie dunkel es daher kommt. In der Nase ist entsprechend Röstmalz zu spüren, aber mehr Getreide als Trockenfrucht und damit schon „weiziger“ als das Unertl. Geschmacklich bleibt das Röstmalz, das Bier wirkt am cremigsten (oder auch schaumigsten, ganz wie man will), bleibt aber dennoch lebendiger als das Unertl, säuerlich-pikanter als das Rothmooser, aber doch irgendwie ähnlich. Wenn Ihr nicht gerade sechs andere Weißbiere zum Quervergleich dabei habt, wird Euch die Beziehung zwischen Schneider- und Rothmooser-Geschmack sicher weniger interessieren. Es sei Euch also mitgeteilt, dass die Schneider Weiße eine ausgewogen-röstige Version des Weißbieres ist, und auch ich würde dazu neigen, sie unter den Top 3 meines Tests zu sehen.

LeberkasFazit

Spätestens in diesem Sommer bin ich zum Weißbierfreund geworden. Ungefähr 30 verschiedene Sorten habe ich probiert, meine Favoriten – unterstützt durch die einschlägige Literatur – findet hier in diesem Test. Weißbiere sind aber nicht nur „gut“, sondern sie stellen gewissermaßen einen USP für deutsche Brauer in der internationalen Bierwelt dar. Mit ihrer individuellen Erscheinungs- und Geschmacksform wirken Weißbiere genauso crafty-hip wie urtümlich-traditionell. Mittlerweile brauen Freaks in kleinen Klitschen von den USA bis nach Japan Weißbiere, die in ihren besten Varianten auf demselben Qualitätsniveau liegen wie die Originale aus Oberbayern. Allerdings bleibt auf Hawaii das echte Voralpen-Biergartenflair auf der Strecke. Merke: Erst Weißbierort und Weißbierart ergeben als Summe Weißbiergenuss.

Ob man jetzt die röstige, die frische, die üppige oder die getreidige Variante bevorzugt, hat wenig mit objektiven Bewertungskriterien zu tun und viel mit persönlichem Geschmack und dem Verwendungsanlass. Ich selbst habe das Weißbier von Camba Bavaria vorn gesehen, weil mir die getreidige Art, verbunden mit der schönen Ausgewogenheit, rein psychologisch am besten gefällt. Der Hochsommer ist in Mitteleuropa nun einmal meine favorisierte Jahreszeit. Interessanterweise konnte ich ausgerechnet bei den hier getesteten Produkten die teilweise aufdringliche Bananennote nicht so stark spüren, durch die sich etliche der aus Funk und Fernsehen bekannten Weizenbiere „auszeichnen“. Vermisst habe ich das nicht.

Bleibt mir also zum Schluss nur, Euch danach zu fragen, welches nicht allzu schwer erhältliche Weizenbier mir hier bei den glorreichen Sieben durch die Lappen gegangen ist. Was ist also Eurer werten Meinung nach das beste Weißbier überhaupt? Das würde ich dann gern noch per Test nachschieben.

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14 Antworten zu Die Weißbier-Elite im Test

  1. Hartmut schreibt:

    Hallo Mathias,
    danke für den Test, da ist für mich noch einiges zu entdecken.
    Das beste Weißbier, das ich kenne, ist – wie kann es anders sein – natürlich mein Selbstgebrautes mit einem feinen Kick Rauch. Das kann ich dir für einen Test leider nicht zukommen lassen, da es inzwischen fast nicht mehr vorhanden ist (dem heißen Sommer geschuldet).
    Mein aktuelles Lieblingsweißbier, das man käuflich erwerben kann ist von der Brauerei Staffelbergbräu in Loffeld bei Bad Staffelstein. Es hat zwar eine leichte Bananennote, die wird aber durch eine feine Säure und fast champagnerartige Perlage/Cremigkeit doppelt kompensiert.

    Probier´s mal. Prost!

    • Matze schreibt:

      Schön von Dir zu hören, und das mit dem Rauch-Weißbier klingt ja auch sehr spannend! Vom Staffelberg-Bräu habe ich bislang nur das Dunkle getrunken, aber wo Dunkel ist, da ist ja auch Licht😉 Ich werd also Ausschau halten, das müsste ich sogar hier in Nürnberg bekommen können.

      Übrigens bin ich vor ein paar Monaten beruflich zufällig durch Königsberg gekommen, und da habe ich gesehen, dass die prächtige Lage unterhalb der Burg mit Reben bepflanzt ist. Natürlich habe ich gleich gedacht, dass das doch genau das Richtige für Dich wäre, aber leider macht das ja jemand anders… Gibt es den Königsberger Wein denn schon zu trinken?

  2. Ralf schreibt:

    Eine Beschränkung auf 6 ist schon schwierig.
    Und dann auch (fast) nur Oberbayern, ja Herrgott … ’s gibt auch gute Weizen in Franken und der Oberpfalz!
    Daher ein paar Trinkempfehlungen: Scheuerer Weizen aus Moosbach, UNERTL (Das andere, gerne auch als Dinkel-Weisse) und Meisels Weisse – zugegeben, nicht wirklich origineil, aber gut.

    Wirklich originell und Original die Weissbierbrauerei Behringer in Vohenstrauß seit 1898 und nur dort erhältlich … http://www.bier.by/brauerei-guide/weissbierbrauerei-behringer-1.3502308

    • Matze schreibt:

      Die Beschränkung auf sechs (oder vielmehr sieben) war ein wenig meinem Testercredo geschuldet, solche gleichzeitigen Quervergleiche nicht zu unübersichtlich werden zu lassen. Vohenstrauß und Moosbach sind leider keine Orte, an denen ich ständig vorbeikomme, aber das sollte ich wahrscheinlich einmal tun. Sooo weit ist es dann ja auch nicht. Was mir bei der Gelegenheit einfällt: Vom 14.-17.11. findet das Foodcamp Oberpfalz statt, von dem ich irgendwie noch gar keine Ankündigung im Internet gesehen habe. Leider kann ich selbst nicht mit dabei sein, aber es sollte doch mit dem Teufel zugehen, wenn das Bier als solches dort nicht einen entsprechenden Platz einnimmt😉

  3. djdadaeus schreibt:

    Das Schlenkerla Rauchweizen ist meines Erachtens einer der spannensten Kombinationen der deutschen Bierwelt: Bananig-süßlich mit sehr deutlicher Rauchnote-Bananenkuchen mit Schwarzwälder Schinken;)
    An verbreiteten Weizen fehlt bei deiner Auswahl noch Maisel’s Weisse Original, die ist für mich auf einem Niveau mit Schneider.
    An „Exoten“ mag ich Reichold Hefeweizen aus Aufseß und Held aus Oberailsfeld (ja,ich find die Oberfranken machen manchmal durchaus auch exzellentes Weizen).
    Und nicht zu vergessen sind natürlich auch die Weizenböcke,wo Aventinus nach wie vor die Referenz ist….

    • Matze schreibt:

      Ja, das Schlenkerla Rauchweizen hatte ich neulich auch mal wieder. In der Tat, eine ganz eigene Welt. Interessanterweise ist das Spezial Weizen ja kein Rauchweizen, obwohl man es beim sonstigen Ausstoß der Brauerei denken könnte. Fällt mir nur grad noch dazu ein.

      Vielleicht sollte ich demnächst einfach noch einmal einen Sechser-Test machen (wieder mit einem Piraten, vielleicht einem der Teilnehmer der ersten Runde), diesmal aber mit sechs Weißbieren aus Franken und der Oberpfalz. Reichold und Held gibt’s ja hier beim Landbierparadies, und übermorgen bin ich in Lichtenfels, da wird sich doch bestimmt auch noch etwas finden…

  4. Pingback: Schmausepost vom 2. Oktober | Schmausepost

  5. Thomas schreibt:

    Als Oberpfälzer hab ich auch noch einen Tipp beizusteuern: Weißbier Resi von der Brauerei Hösl in Mitterteich – mit Abstand das beste aus dem Zoigl-Land. Btw. Foodcamp OPF? Wieso hört man davon nichts? Wer weiß mehr?

    • Matze schreibt:

      Hösl von „’s Hösl passt!“? – für mich immer noch einer der nettesten Werbeslogans überhaupt. Wegen des Foodcamps hab ich Torsten angemorst, weil ich auch nichts weiß außer dem Termin und dass der Tourismusverband Bayern irgendwie involviert ist… Infos folgen (wahrscheinlich😉 )

      • Thomas schreibt:

        Ja genau 🍻 Ich werde beim nächsten mal versuchen ein paar Flaschen über die fränkische Grenze zu schmuggeln 😎

      • Matze schreibt:

        Also, kurze Ergänzung: Das Programm für das „Foodcamp Oberpfalz“ steht noch nicht ganz, u.a. deshalb die spärlichen Infos bislang. Abgesehen davon handelt es sich auch um eine Art „Pressereise 2.0“, soll heißen, einfach hingehen funktioniert eher nicht. Trotzdem (oder vielmehr völlig unabhängig davon) werden die lokalen Gastgeber sicher viel Interessantes zu zeigen und zu berichten haben. Ich weiß noch nicht, ob ich’s dann hier verlinke oder woanders, aber davon erfahren werden wir ganz sicher.

  6. Frank schreibt:

    Hallo Matze,
    danke für den interessanten Artikel mit den vielen Hintergrundinformationen zu meinem LIeblingsbier!😉 Bin schon seit langem Weißbiertrinkern und fand es sehr unterhaltsam, mehr zum Thema zu lesen. Auch dein Test war sehr aufschlussreich – werde mich demnächst auch mal durch die mir bisher unbekannten Sorten „durchprobieren“.😉

    Danke, und Gruß
    Frank

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