Neue Biere hat das Land

Regal 1Craft Brewing ist das Bemühen kleiner und unabhängiger Brauereien, die Biere deshalb mit Hilfe größtenteils traditioneller Methoden und größtenteils traditioneller Zutaten herstellen, um wesentlich geschmackvollere Ergebnisse zu erzielen als jene der großen internationalen Brauereien“, sagt Garrett Oliver im Oxford Companion to Beer. „Der Ausdruck Craft-Bier hat zwar in seinem Ursprung etwas mit Handwerk zu tun, heute spielt es jedoch keine Rolle mehr, ob ein Craft-Bier aus einer Garagenbrauerei oder aus einer vollautomatischen Spitzenanlage kommt. Das, was ein Craft-Bier ausmacht, ist nicht der Anteil der Handarbeit, sondern die Einstellung des Brauers bzw. der Brauerei“, sagt Markus Lohner, Chef von Camba Bavaria, dem bierigen Ableger des Brauanlagenherstellers BrauKon. „Naja“, sage ich, „lasst uns das doch noch ein bisschen diskutieren, bevor es dann ein paar dieser neuen Biere aus Deutschland (und eins aus Österreich) zu trinken gibt.“

Fakt 1 ist, dass der Begriff und wohl auch die Tätigkeit des craft brewings in den USA geboren wurde, in jenem hochentwickelten Land also, das bis heute die tiefsten Tiefen der Bierscheußlichkeiten aufzuweisen vermag. Der oben zitierte Garrett Oliver war unter den Pionieren, die dem Spülwasser-Mais-Gemisch den virtuellen Kampf ansagten. Heute machen die craft beers mehr als 8% des U.S.-amerikanischen Biermarkts aus. Und das ist eine beachtliche Zahl.

Fakt 2 ist, dass die Situation Deutschland nie so stark von Gegensätzen geprägt war wie in den USA. Zum Teil lag das am Reinheitsgebot, das zwar nicht gerade für eine geschmackliche Vielfalt sorgte, dafür aber die allerübelsten Verfehlungen billigster Zusatzstoffe verhinderte. Zum anderen brachte es der erzkonservative, am Dorf und der Familie klebende Geist vieler Kleinbrauer mit sich, dass dort zum Teil bis in die heutige Zeit hinein Biere produziert werden, die anderswo als echte craft brews durchgehen würden.

Regal 2Mittlerweile hat aber ein größerer Aufruhr den bislang eichenhaft festen deutschen Biermarkt erfasst. Alles begann mit der Tendenz der Krakisierung: Bis in die 1990er Jahre hinein war Warsteiner der mit Abstand größte deutsche Brauer. Dann ging alles ganz schnell, Braukonsortien, börsenorientierte Unternehmen, globale Vernetzung, und plötzlich haben wir Monstren wie AB-InBev an Bord mit belgischen, U.S.-amerikanischen, brasilianischen und wasweißichnoch für Investoren. Löwenbräu, Hasseröder, Beck’s, Diebels, alle gehören dazu. Dann noch SABMiller, die Oetker-Gruppe, die Heineken- und die Carlsberg-Gruppe, und schon haben wir den großen Biermarkt überregionaler Brauereien „bereinigt“ und in eine globale Krakenform überführt.

Weshalb das passierte, wird deutlich, wenn man sich mal überlegt, wie wenig die Rohstoffe in der Erzeugung eigentlich kosten, die in einem Bier stecken. Und wie viel man einsparen kann, wenn man da gar nichts mehr von Hand macht, uncrafty sozusagen. Und wie smooth das plötzlich geht, wenn ich mich nicht mehr mit der Konkurrenz rumärgern muss, weil ich sie einfach eingekauft habe.

Unterdessen ist der deutsche craft beer-Markt allerdings erwacht. Allerdings waren es (und sind es teilweise immer noch) nicht nur die innovativen Kleinbrauer wie in den USA, denn der deutsche Innovations-, Wagnis- und Unternehmergeist ist in den 1930er Jahren nachhaltig zerstört worden. Kann ich Euch an anderer Stelle vielleicht mal darlegen, auf welche Weise das meiner Meinung nach die Gesellschaft bis heute hemmt. Jedenfalls sind parallel mit ein paar tatsächlich innovativen Kleinstbrauern auch die großen und werbeetatstarken Unternehmen in Deutschland aufgewacht. Jene tun zwar so, als würde der Braumeister persönlich jede Flasche von Hand abfüllen, aber in Wirklichkeit geht es um die enormen Margen, die bei wertigeren Bieren drin sind. Und da verrät man aus Gründen der sympathieevozierenden Kleinbrauer-Romantik nicht so gern, dass in Wirklichkeit ein paar Milliönchen die Herstellung des craft beers abfedern.

Gleichwohl, und das sollte man dabei nie vergessen: Es gibt hierzulande eine große Braukultur, gehegt und gepflegt nicht nur in kleinen Familienbetrieben, sondern auch in Institutionen wie der „Brau-Uni“ Weihenstephan, an der nicht umsonst etliche der mittlerweile international tätigen Braukünstler gelernt haben. Und so expandiert der craft beer-Markt in Deutschland quantitativ und qualitativ auf eine Art, dass man sich praktisch wöchentlich über ein paar spannende Neuerscheinungen freuen kann. Fünf von ihnen (und ein österreichisches) habe ich extra für Euch diesmal getestet – bei 34 Grad im Schatten, welch Kampf. Wo ich die schönen Biere gekauft habe, verrate ich Euch erst ganz am Schluss, denn dieser Laden ist eine ebenso große Überraschung für mich gewesen wie die Biere selbst.

Hans Müller, Aschaffenburg, „Bayerisch Nizza Clubbier“, 5,3 vol%

1 Bayerisch NizzaEine Schelte gab’s vom Bayerischen Brauerbund; im Wege der Unterlassungsklage, leiser geht eine Schelte da offenbar nicht. Das sei doch gar kein „Bayerisches“ Bier, das Christian H. Müller da bei Eder & Heylands zu brauen in Auftrag gegeben habe: amerikanischer Hopfen-Krimskrams, dreifach kaltgehopft, keine traditionell bayerische Art also. Müller bekam aber Recht, die Kalthopfung verstößt nicht gegen bayerische Traditionen – und außerdem sei man mit „96% Aschaffenburger Wasser“ ja ohnehin im Bereich der „überwiegend heimischen Rohstoffe“. Nächstes Mal empfehle ich einen Antrag des Brauerbundes beim Kgl. Bayer. Amtsgericht auf Aberkennung des Bayerntums für die gesamte Stadt Aschaffenburg. Erscheint mir erfolgversprechender.

Der Test: Getreibefarben, trüb und damit durchaus im Weißbierstil. Von der Nase her spürt man allerdings, dass hier etwas nicht stimmt: Frühlingsdufthopfen, nicht zu aufdringlich allerdings. Am Gaumen dann ein leichter Fruchtester-Ton, eine gewisse Getreidenote und in der Tat eine Mischung aus einem vollmundigen Hefeweizen und einer amerikanischen Pale Ale-Hopfigkeit. Weshalb hier allerdings mit Hopfenextrakt gearbeitet werden musste, erschließt sich mir nicht. Oder doch: War sicher eine Idee von Eder & Heylands, nicht von Müller. Gutes Bier jedenfalls, schmeckt mir.

Camba Bavaria, Truchtlaching, „Camba Summer Ale“, 3,9 vol%

2 Camba Summer AleEin Produkt aus einer „vollautomatischen Spitzenanlage“, nehme ich an, denn Camba Bavaria ist ja die bereits oben erwähnte Braustätte des Brauanlagenherstellers BrauKon. Nicht weniger als 13 Braumeister und 7 Biersommeliers gibt es unter den BrauKon-Mitarbeitern, was natürlich schon ein wenig dick aufgetragen wirkt. Die andere Definition des craft beers, nicht wahr? Was die Machart anbelangt, kann man allerdings nur sagen: endlich! Es handelt sich nämlich um ein astreines, alkoholarmes Schankbier, ein Bierstil, den ich sehr schätzen würde, gäbe es ein paar gute Exemplare mehr davon. Ich möchte mir zum Feierabend nämlich nicht die Rübe vollhauen, sondern ein erfrischendes und leicht bitteres Kaltgetränk genießen.

Der Test: Farblich ins Orange spielend und selbstverständlich trüb. In der Nase Pampelmuse, Ananas, springt ins Gesicht, ist aber kein Obst, sondern Hopfen. Am Gaumen zunächst recht brausig statt cremig. Dann kommen die tropischen Aromahopfen, erst leicht, später aber voll auf die Hopfen-Dreizehn. Ein modern wirkendes Pale Ale, sehr erfrischend, aber dennoch alles andere als sexy. Die 9,9%ige Stammwürze führt halt doch zu einem eher knochigen Körper, die harzigen Öle wirken ebenso streng. Aber schnell noch mal eine weibliche Zweitmeinung eingeholt: „Wieso knochig? Schmeckt doch super an so einem heißen Tag!“ Na bitte, Vorurteil widerlegt. Hopfenlastiges Zeug ist offenbar doch nicht nur für Jungmänner-Nerds geeignet. Anständiges Bier.

Braumanufaktur Hertl, Schlüsselfeld, „Wit“, 6,5 vol%

3 Hertl WitDavid Hertl verkauft in dem Laden, in dem ich diese Biere erstanden habe. Er ist der jüngste Biersommelier Deutschlands, äh, vermutlich gewesen, denn ähnlich wie bei Weltumseglern (habe ich da gerade auf die Welt verlinkt?!) gibt es in der craft beer-Szene die Tendenz, immer jünger und jünger zu werden. Dies ist jedenfalls ein von David selbst gebrautes und auf 200 Flaschen limitiertes Bier in edler Seidla-Steingut-Aufmachung mit Wachssiegel. Crafty as hell!

Das Schöne an der echten craft beer-Szene (nein, Braufactum, Störtebeker und Konsorten, das seid Ihr nicht wirklich) ist die ungehemmte und im wahrsten Sinne überschäumende Experimentierfreude. Sowas gab es hierzulande schon lange nicht mehr. Und so ist auch dieses Bier zu verstehen, jedenfalls verstehe ich es so: persistenter Schaum, Orval-farben. In der Nase ganz süße Frucht, Rosenblüte, Mandarine. Kein Bier, da bin ich mir sicher. Am Gaumen dann extrem viel Frucht, Mandarinen-Cocktail mit Wodka-Einschlag, dazu Orangen-Milchschokolade. Hui. Immer noch kein Bier. Doch, natürlich Bier, aber keines, wie wir es bislang kennen. Auch die Belgier nicht, denn ein dortiges „Wit“ (Celis White, Sint Bernardus Wit oder auch der holländische Gulpener Korenwolf) ist in der Regel deutlich heller, getreidiger und geschmeidiger in den Aromen. Mein Fazit lautet also: Schön, dass sich die jungen Leute sowas trauen. Ich bin ehrlich gespannt, was da noch alles kommen mag.

Freigeist Bierkultur, Köln, „Geisterzug“, 5,0 vol%

4 GeisterzugEin kompliziertes Ding. Freigeist ist der Ableger der „Braustelle“ in Köln, der legendären Kneipe und Craft-Braustätte. Dieses Bier wurde aber bei Göller im unterfränkischen Zeil am Main gebraut. Und es handelt sich stilistisch um eine Gose mit Fichtennadeln. Ich höre ihn schon schreien, den allgemeinen deutschen Biertrinker, „gebt mir mein Fernsehpils zurück, ich will solche komplizierten Biere nicht haben!“ Bekommt er ja auch gar nicht, das trinken nämlich wir.

Der Test: Getreidefarben, kaum Schaum, dafür Brauseperlen. Wenig in der Nase, dezente Hopfigkeit. Umso mehr dafür am Gaumen: Säurenoten auf der Zunge, dazu Nadelndes, das als ätherisches Öl eher von innen in die Nase steigt, aromastark, sehr individueller Zug. Zusätzlich ist das Bier enorm erfrischend, wenngleich entsprechend kurz hinten. Obwohl hier mit Milchsäure statt mit Spontanfermentation gearbeitet wurde, geht mir das Getränk eher in die belgische als in die Leipziger Richtung. Wer hingegen noch nie eine Gose oder eine Oude Gueuze getrunken und mit Säure ohnehin seine Probleme hat, der sollte lieber erst noch mal woanders üben. Mir gefällt’s.

Binkert, Breitengüßbach, „Main-Seidla Porter“, 5,3 vol%

5 Main Seidla PorterBeim Blick auf den Hersteller verspürte ich Skepsis: „Binkert GmbH & Co. KG“? Nanu, wieder so ein Industrieller aus der Baustoff- oder Teppichbranche, der seine Kröten jetzt in Maximal-Margen-Bier steckt? Aber nicht doch, Binkert, das sind Jörg und Anja, zwei persönlich haftende Gesellschafter. Gestartet sind sie im ersten Jahr mit 1.500 hl, mittlerweile geht es wegen des reißenden Absatzes in Richtung des Doppelten. Das Porter ist dabei nur eine Nische der Nische, das „gewöhnliche“ Main-Seidla ist ein klassisches Pils. (Ein „Seidla“ bezeichnet übrigens den in Franken üblichen Halbliter-Steinzeugkrug; man kann auch „a Seidla“ bestellen, dann bekommt man einen Krug, gefüllt mit Hausbier. Das -la als verkleinernde Endung ist typisch für Oberfranken; in Mittelfranken heißt es -le. Klugscheißermodus aus.)

Der Test: Porterdunkle Farbe, kaum Schaum, das passt schon mal. In der Nase deutlich röstige Noten, geschrotete Kaffeebohnen, Dörrpflaumen. Im Mund kommen erst einmal die erwarteten Säurenoten, dann folgt eine beachtliche Cremigkeit der Textur, zusammen mit den dörrigen und kaffee-igen Anklängen und der obergärigen Frucht, und zum Schluss kommt noch eine trockene Bitterkeit. Dies ist ein ganz traditionelles und eng am Ursprungsstil bleibendes Porter. Null überkandidelt, nichts Modisches, einfach so, wie ein englisches Porter nun einmal ist. Zugegeben: Deutsche Pilstrinker würden geschockt sein von der Röstigkeit, aber das ist halt der Stil. Gut gemacht.

Axel Kiesbye, Obertrum, „Waldbier 2013: Lärche“, 8,2 vol%

6 Waldbier LärcheAh, Axel Kiesbye, das ist doch mal ein typisch österreichischer Name. In der österreichischen Bierszene dürfte Axel aber fast schon so etwas wie eine öffentliche Person sein: Seit langen Jahren als Braumeister bei der Trumer Privatbrauerei beschäftigt (ehemals Sigl, nicht zu verwechseln mit Stiegl), Gründer des BIERkulturHAUSes und seit einiger Zeit Jahrgangs-Waldbier-Schöpfer (2011 Tanne, 2012 Zirbe, 2013 Lärche). Lärchenzapfen und junge Lärchennadeln wurden übrigens im steirischen Ausseerland von Hand gepflückt. Dass Kiesbye kein ganz großer Freund des Reinheitsgebots ist, kann man sich denken. So sagt er: „In meinen Augen ist es eher eine Behinderung. Was spricht dagegen, Honig, Kräuter oder Früchte einzusetzen? Ich wäre dafür, künstliche Zusätze zu verbieten und nur natürliche und biologisch angebaute Zutaten aus einer Positivliste zuzulassen. Für diejenigen, die sich dennoch daran halten wollen, kann es ja ein besonderes Siegel geben.“ Word.

Der Test: Orange-getreidig-trüb, leicht ins Bräunliche spielend, wenig schaumig. In der Nase überraschend dezent, kein Frühlingshopfen, dafür tatsächlich Nadelanklänge – wenn man’s weiß. Am Gaumen hatte ich zuerst befürchtet, der viele Alkohol könnte unharmonisch wirken. Ist aber nicht so, denn die Materie hält Schritt: viel obergärige Orangefrucht, eine hohe Cremigkeit, grüne, frische Nadelnoten im ersten Drittel, aromenstark. Zum Schluss kommt wieder kein Power-Hopfen (verwendet wurde Aurora), sondern Honig und Harz. Ganz klar ein sipping beer, das man nicht durstgeplagt auf ex austrinkt, sondern schlückchenweise genießt. Der Alkohol ist wirklich perfekt eingebunden, Hut ab, nur die Orangefrucht erscheint mir ein bisschen zu stark. Dennoch ein wirklich beeindruckendes Bier.

WandAls Fazit dieser virtuellen Biertour lässt sich nur eins festhalten: Unbemerkt von Super- und Getränkemärkten in Stadt und Land tut sich so einiges in good old Germany (und natürlich auch in good old Austria und good old Switzerland). Dass man mit Bier viel Geld verdienen kann, wenn man es schlau anstellt, hat allerdings auch ein paar Großbetriebe auf die Craft-Biererei aufmerksam gemacht. Natürlich werden derartige Biere immer eine Art Nische bleiben, aber wenn in den USA 8% des Bierumsatzes im craft beer-Bereich gemacht wird, dann kann man sich hierzulande noch auf deutliche Steigerungen gefasst machen. Ich empfehle also allen, die gern Bier trinken und die von sich behaupten würden, nicht allzu borniert und eingefahren zu sein (okay, wer fühlt sich jetzt nicht angesprochen?) ein paar dieser neuen Biere zu probieren. Die preisliche Überwindung ist dabei nicht groß: 2-3 € habe ich je Flasche für die vorgestellten Biere bezahlt – bis auf das Bier im wertvollen Steinkrug, den ich aber jetzt auch als Blumenvase benutze.

BierothekEinziges Problem dabei: Wo kann man das kaufen? Und: Wo kann man das kaufen, wenn man eine echte Beratung haben möchte und nicht nur einen Online-Shop?

Seit dem 1. Juli 2014, also noch richtig frisch, geht das in Bamberg (also der Stadt, die auch hervorragendes „traditionelles“ Bier zu bieten hat) in der Bierothek. Eine Website haben sie noch nicht, nur eine Facebook-Page. Dahinter stehen mit Christian Klemenz, dem „Macher“ von St. Erhard (eine Story für sich übrigens), und David Hertl, dem Brauer und Biersommelier, zwei Leute, die sich nicht nur gut auskennen, sondern die auch für den attraktiven Platz an der Kettenbrücke richtig viel Geld in die Hand genommen haben. Erst recht für ihr junges Alter: der eine ist 24, der andere 27. Aber ich halte das für die komplett richtige Strategie, denn wem nützt ein günstiger Laden ohne Laufkundschaft in einem schlechten Wohnviertel? Mit anderen Worten: Nicht nur auf der Brauerseite, sondern auch im Vertriebsbereich tut sich was. Wenn Ihr also in 15 Jahren zufällig auf diesen Artikel stoßen solltet, werdet bitte kurz nostalgisch und murmelt vor Euch hin, „…ja, so muss das damals wohl angefangen haben…“

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6 Antworten zu Neue Biere hat das Land

  1. utecht schreibt:

    Wenn Du mal in Berlin bist, probier doch bitte die Berliner Jahrgangsweisse vom Brewbaker in Moabit. Lecker Sauerbier, Deine Meinung dazu würde mich interessieren.

  2. Thomas schreibt:

    Toller Test! Ich hab schon während des Lesens gedacht „Wo er die wohl gekauft hat?“ Und siehe da, die Auflösung folgte sofort. Muß man wohl doch mal nach Bamberch fahren….
    Schönen Gruß
    Thomas

  3. Tom schreibt:

    Sehr schöner Bericht, vielen Dank.
    Da bekommt man direkt Durst.

  4. eline schreibt:

    Toll recherchiert und geschrieben, wie immer!
    Auch in good old Austria kommen wie in Germany sehr gute Craft Biere nicht nur aus Garagen, sondern von etablierten Kleinbrauereien, die sich durch diese Biere am Markt festigen wollen, und von Grossbrauereien, wie der ehem. Brau AG (von Heineken aufgekauft). Der qualitätsbesessene Braumeister macht in der zum Konzern gehörenden Schlossbrauerei Kaltenhausen phantastische Biere., z. B. das Kaltenhausener Zwickl. Und auch das Chocolate Stout, eines meiner liebsten Biere zum Meditieren.
    Ich habe das Glück, in meinem Sommerstammlokal viele internationale Craftbeere geniessen zu können. Was mir auffällt: die überwiegend potthässlichen Ettiketten.

    • Matze schreibt:

      Eline, Du nimmst mir das Wort aus dem Mund. Ich habe mir gerade in Toulouse den neu herausgekommenen Bierguide Frankreich gekauft (werde ich noch vorstellen), und es ist unglaublich, wie hässlich die Etiketten sind. Bei manchen würde ich sogar behaupten, dass sie mich zuverlässig vom Kauf abhalten. Aber wir haben hier ein wenig diskutiert, und man kann das auch ganz anders interpretieren. Nein, die Etiketten bleiben natürlich hässlich, wie man’s auch dreht und wendet. Aber man kann das kann auch als bewussten Ausdruck kompletter Unabhängigkeit und rockigen Alternativtums sehen.

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