Wein aus Kreta: die Domaine Lyrarakis

Weingut hinter RebenWeinbau in Griechenland, das ist eigentlich eine Kombination aus dem Bilderbuch. Begünstigt von einer mediterranen Natur, in der fast nichts so gut gedeiht wie Reben; getragen von einer uralten Weinkultur, die im Herzen der Bevölkerung fest verankert ist. Und dennoch: Der griechische Wein hat international bei weitem nicht den Stellenwert, den er haben könnte. Woran das liegt? Hm, da muss man wohl ein ganzes Bündel an Gründen aufführen. Zunächst einmal waren die politischen Verhältnisse fast immer ungünstig. Ob Oligarchie, Militärdiktatur oder Verstaatlichungszwang, die Entwicklung eines vielschichtigen und individuellen Weinbaus wurde von keinem System wirklich gefördert. Und ob die Bauern ihre Trauben nun bei den reichen Familien des Landes ablieferten oder in die großen Tanks der Genossenschaft gaben, immer war es ein Brotjob ohne die Möglichkeit eines eigenen kreativ-künstlerischen Ausdrucks.

Die Auswirkungen sind bis in die heutige Zeit spürbar. Außer den Namen der großen Familienbetriebe wie Boutari oder Tsantali fällt einem auch als Weinfreund spontan kaum ein anderer griechischer Hersteller ein. Viele Winzer liefern weiterhin Trauben an Genossenschaften und Großbetriebe und füllen selbst nicht ab. In der Modephase der 1990er Jahre (bei den Pionieren früher) wurden zudem überall internationale Rebsorten gepflanzt, die zwar anständige Weine liefern – aber als „griechisch“ waren und sind sie kaum zu erkennen. Ohnehin gibt es nur einen spezifischen Wein, den man im Ausland als „typisch griechisch“ wahrnimmt, und das ist Retsina.

Schließlich ist es auch dem Weinmarketing bis heute schwer gefallen, die große Vielfalt autochthoner Rebsorten und die aus ihnen entstehenden Weine einem größeren Publikum zugänglich zu machen. Wahrscheinlich, weil die Griechen lange Jahre selbst nicht daran glaubten, dass „ihre“ Sorten etwas taugen. Die Spitzenweine fast jedes Weinguts, mit denen man sich profilieren möchte, sind deshalb Syrahs, Cabernets, Merlots oder Chardonnays. Die Xinomavros, Limnios, Malagousias und Moschofileros hingegen fristen weiterhin ein mediales Schattendasein.

Weinberg PlytoDamit sind wir endlich auf der Insel Kreta und bei der Domaine Lyrarakis und ihren ur-kretischen Rebsorten gelandet. Die Brüder Sotiris und Lambros Lyrarakis gründeten im Jahr 1966 ein eigenes Weingut etwa 20 Kilometer südlich der Inselhauptstadt Heraklion. Zunächst machten sie genau dasselbe wie Tausende anderer griechischer Weinbauern: Sie waren Traubenerzeuger für einen Großbetrieb. Im Jahr 1991 schwammen sie sich dann frei. Ermutigt von den mittlerweile besseren ökonomischen und politischen Rahmenbedingungen, waren sie zusätzlich davon überzeugt, dass die autochthonen kretischen Rebsorten, die sie in ihren Weinbergen pflegten, eben doch etwas taugen. 12 Hektar Rebfläche besitzt die Domaine Lyrarakis heute, und wir haben sie besucht.

Damit Ihr Euch bei den folgenden Weinbeschreibungen nicht so schrecklich langweilt, weil Ihr glaubt, „ach, an diese Weine komme ich eh nie ran“, sei gleich einmal vorweggeschickt, dass man fast alle davon sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz kaufen kann (Adressen folgen unten), nach Österreich werden sie mit einem geringen Aufpreis geliefert.

Weinfeld im AbendlichtMitten in den Weinfeldern nördlich des Dorfes Alagni liegt eine der drei Arbeitsstätten der Domaine Lyrarakis. An den beiden anderen mit Weinkeller und Abfüllanlage waren wir aus Versehen vorher schon vorbeigefahren. Hier aber im Gewann Psarades befinden sich Fasskeller und Besucherausschank. Außer Vogelgesang und Insektensummen ist kein anderes Geräusch zu hören, „wie eine Psychotherapie für gestresste Städter“, meint die freundliche Mitarbeiterin Persefoni, die mit uns zunächst kurz in die Weinberge geht, dann den Fasskeller zeigt und schließlich einige Probierflaschen öffnet.

FasskellerEtliche Barriques liegen hier nebeneinander, die meisten französischer, einige auch amerikanischer Herkunft. Persefoni weist bei dieser Gelegenheit darauf hin, dass viele der Lyrarakis-Weine einige Zeit benötigen würden, um ihr wahres Potenzial zu zeigen. Insofern trägt das Probieren der frisch abgefüllten Weine wie immer einen Teaser-Charakter in sich. Aber zu den Weinen:

0 Dafní1. Dafní 2011, 12 vol%

Diesen Wein hatten wir schon am Abend vorher getrunken. Apfel und Neroli in der Nase, an der Zunge mit einer angenehmen Säurestruktur, vorn nussig, hinten etwas Terpene, erinnert an Grünen Veltliner oder Mauzac mit wenig Frucht, aber schöner Struktur. Gut zum Essen, und der Wein wird sich auch halten.

1 Plytó2. Plytó 2012, 12,5 vol%, 8,50 € (alles Weingutspreise)

Dafní und Plytó sind autochthone weiße Rebsorten, die Reife, Frische und Eleganz bei niedrigem Alkohol zu liefern imstande sind. Dafní scheint potenziell noch besser zu sein, lockerbeerig mit dicker Schale und Lagerpotenzial, aber auch Plytó hat was. Wieder Apfel und Walnuss, leicht patiniert, schöne Säure. Ein vielseitiger Wein.

2 Cuvée Grande Colline3. Cuvée Grande Colline 2012, 12,5 vol%, 6,50 €

Der Bestseller in Weiß, eine Cuvée aus drei Rebsorten: der lokalen Vilana, der hiesigen Spielart des Muscat blanc und Sauvignon blanc. In der Nase sticht die Muskattraubigkeit natürlich vor, und auch am Gaumen kommt zunächst die weiße Traube, dann die feine Säure und hinten ein trocken-würziger Abgang. Lecker (pardon).

3 Thrapsathiri4. Thrapsathiri Armi 2012, 13,5 vol%, 12 €

Thrapsathiri ist eine autochthone Rebsorte, „Armi“ die Einzellage, aus der die Trauben für diesen Wein stammen. Andere Flaschenform, Holzausbau, viel gelber, viel stärker, vanilliger, auch „mediterraner“. Mandeln, Marzipan, Birne und Quitte fallen mir als Assoziationen ein. Ein ganz anderer Weintyp, vielleicht auch für eine andere Klientel.

4 Mandilari Rosé5. Mandilari Rosé 2012, 12,5 vol%, 5 €

And now for something completely different. Mandilari liefert ansonsten regionstypische Rote, hier aber mit kurzer Mazeration auf den Markt gebracht. In der Nase leicht künstliche Himbeere (spontanvergoren ist hier nichts, soweit ich weiß), am Gaumen sehr angenehm und nicht etwa heiß, sondern frisch mit deutlicher Säure.

5 Idyll Rosé6. Idyll Rosé 2012, 13 vol%, 7 €

Der Bestseller unter den Rosés, und auch das kommt nicht von ungefähr. Eine Cuvée aus der lokalen Rebsorte Kotsifali und Syrah, deutlich dunkler als der Mandilari und in der Nase mit mehr Kräuteraromen. Am Gaumen dann dicker, dichter, mit mehr Abgang, aber weniger Frische. Der ernsthaftere Wein der beiden Rosés.

6 The Last Supper7. The Last Supper 2010, 13 vol%, 7,50 €

Und gleich der Bestseller bei den Rotweinen hinterher, den Ihr auch in einer ganzen Reihe von Läden entlang der Nordküste kaufen könnt. Kotsifali, Mandilari und Syrah in einer ausgewogenen Struktur. Frucht, Tannin und Säure sind jeweils da, aber nicht überbordend. Jedenfalls weit entfernt von Trinkmarmelade und ehrlich gesagt gut gemacht.

7 Kotsifali8. Kotsifali 2011, 13,5 vol%, 5 €

Der nach meinen Beobachtungen am weitesten verbreitete Wein von Lyrarakis. Erstaunliche Nase, sehr krautig, Brombeerbusch. Am Gaumen dann mit einer dicht-fruchtigen Struktur, sehr glatt in der Mitte und im Abgang mit einer prägnanten Würze. Den Wein muss man länger im Mund lassen, damit man ihn erfasst.

8 Mandilari9. Mandilari Plakoura 2008, 12,5 vol%, 9,50 €

Hier wieder ein Einzellagen-Wein: „Plakoura“ liegt 500 m hoch, Sandsteinunterlage, Nord-Ost-Exponierung. Trotz des geringen Alkohols wirkt die Nase wesentlich dichter, mediterraner, irgendwie heißer. Am Gaumen gibt es ordentlich Tannin, das zum Lagern einlädt. Ansonsten fast süße Heidelbeer-Anmutung und eine samtige Art.

9 Symbolo10. Symbolo 2008, 14 vol%, 30 €

Der Spitzen-Rote des Weinguts, man erkennt es bereits am Preis. Komplett „unkretische“ Cuvée aus Syrah (dominierend), Cabernet Sauvignon und Merlot, 24 Monate ausgebaut in Barriques aus amerikanischer Eiche von Seguin-Moreau, wie ich beim Kellerbesuch feststellen konnte. Blickdicht dunkel ist der Wein. Die Nase ist im Moment leider ziemlich zu, aber am Gaumen zeigen sich die Aromen. Vorn wirkt der Symbolo sehr ausgewogen und stylish, so dass ich erst etwas Neuweltiges (zumal bei der Farbe) erwarte. Aber es kommt dann anders: eine massive Würze, verpackt aber nicht etwa in eine Viskosität, dass ein Löffel darin stehen könnte, sondern gleichzeitig glatt, expressiv und strukturiert. Am Ende folgen dann die konsequenten Tannine, die den Wein wieder in den Keller befördern wollen. Ein kerniger Syrah, gepaart mit bordelaiser Eleganz und einer kalifornischen Reifenote. Blind verkostet, hätte ich überhaupt nicht gewusst, wo ich den Symbolo einordnen sollte. Aber ohne jeden Zweifel gut gemacht.

10 Moscato Dafní11. Moscato Dafní ohne Jahrgang, 14 vol%, 16,50 € (0,5 l)

Einen haben wir noch, und das ist ein Süßer. Und ein Guter, das schon mal vorweg. Die Muskat-Trauben wurden mit Überreife geerntet, die Dafní-Trauben in der Sonne getrocknet. In der Nase ist sofort ein leicht oxidatives Element zu spüren, aber keine klebrige Süße. Am Gaumen setzt sich dieser Eindruck fort: sehr konzentriert, süß, traubig, gute Säure, die eine wunderbare Stütze bildet, daneben noch Phenole, die dafür sorgen, dass man nicht nur „mjam!“ ruft und das Glas in einem Schluck austrinkt. Ein prächtiges Exemplar, und wer nicht unbedingt die Pilznoten der Botrytis braucht, wird mit diesem Süßwein ganz sicher glücklich.

NotizenUnd damit komme ich nach 1321 Wörtern bereits zum Fazit unseres Besuchs im Weingut Lyrarakis: Was mich hier am meisten beeindruckt hat, das war die Vielfalt der Weine. Lyrarakis kann leicht, fruchtig, säuerlich-erfrischend, dicht, strukturiert, würzig, tanninig, stark oder süß. Es gibt diese Varianten in Weiß, Rot und Rosé, und eigentlich fehlt nur noch ein Schaumwein, um (fast) alles zu haben, was es so gibt. Die alten kretischen Sorten zeigen sich dabei weniger expressiv als die internationalen, aber wahrscheinlich besser auf die Küche eingestellt. Sehr anständig finde ich daneben die Bepreisung. Etwas Nachholbedarf nach meiner persönlichen Meinung hat das Weingut noch, was den Mut bei der Weinbereitung anbelangt. Vielleicht sollte man sich mal anschauen, was ein Gérard Gauby so macht – ohne ihn allerdings anspruchs- und preismäßig kopieren zu müssen.

PreisePreise gibt es übrigens bei Lyrarakis zuhauf: Wer auf einer Ferieninsel unbekannte einheimische Rebsorten anbaut und nicht die „3 €-Imiglykos-Klientel“ im Blick hat, der muss einfach über den Tellerrand schauen. Aus diesem Grund steckt das Weingut jede Menge Geld ins Marketing, vornehmlich durch die Teilnahme an internationalen Wettbewerben. Mich macht das ja persönlich gar nicht an, wenn mir Doppel-Gold und Platin-Diamant im Lorbeerkranz von Veranstaltungen wie den China Wine Awards, der San Francisco International Wine Competition, der Berliner Wein-Trophy, vom Decanter oder dem Wine & Spirits Magazine entgegenblicken. Aber wenn es den Verkäufen förderlich ist und Kreta dadurch ins Bewusstsein internationaler Weinliebhaber gelangt, soll mir das recht sein.

Und hier könnt Ihr schließlich die Weine von Lyrarakis kaufen (jedenfalls haben mich diese Shops bei meiner Kurzrecherche ihrer großen Auswahl wegen überzeugt – ich kenne allerdings bislang keinen davon): beim Weinversand aus Griechenland, bei Zachvin und – für meine Schweizer Leser – bei Kalinos.

Fass MalvasiaEinen Wein von Lyrarakis hätte ich gern noch probiert, der ab Weingut leider schon ausverkauft war: den Malvasia of Crete, den legendären Süßwein. Angeblich soll es ihn am Flughafen von Heraklion geben, und robust genug für einen solchen Neonlicht-Shop müsste der Wein eigentlich sein. Mal schauen.

Welche Erfahrungen habt Ihr mit kretischen Weinen bislang gemacht? Und neigt Ihr bei griechischen Weinen eher zu Roten oder zu Weißen?

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9 Antworten zu Wein aus Kreta: die Domaine Lyrarakis

  1. Georgios Charitou schreibt:

    Hallo Matze,
    na da ist er ja, dein 1. Bericht vom Besuch eines kretischen Weinguts… vielen Dank dafür! Ja, die Weine von Lyrarakis sind durch Bank recht ordentlich. Du hast es angesprochen, die Vielfalt der Weine bzw. das üppige Sortiment was durchaus usus ist bei vielen Weingütern auf Kreta. Auf dem Festland ist sowas mittlerweile (außer bei den Monsterkellereien natürlich) immer weniger anzutreffen. Ich verstehe nicht, warum man dem Endverbtraucher unbedingt alles anbieten muss was aus Weintrauben herzustellen ist. Aber sie halten daran fest… Wesentlich besser bekommt das meiner Meinung nach Douloufakis in Dafnes mit seinen sehr charmanten Weinen hin. Letztes Jahr konnte ich mich auf einer Messe hier in HH durch das komplette Sortiment durchprobieren. Erstaunlich daß Nikos sowohl internationale Sorten wie Syrah + Cabernet, als auch seltene kretische Sorten wie Liatiko + Vidianó beherrscht. Eine ganz andere Nummer ist da Economou in Sitia. Abgefahren, da meist gereift und leicht oxidativ, verlassen die Sorten Liatiko und Mandilaria die Fässer teilweise erst nach 5-7 Jahren!
    Lass mich bitte noch ergänzen, dass man die Weine von Lyrarakis und Douloufakis (sowie andere interessante gr. Tropfen) auch hier bei uns im Norden bei http://www.wineandnature.com/ erhalten kann.
    Viel Spaß weiterhin noch auf Kreta.

    • Matze schreibt:

      Dankeschön! Ja, den „Dafnios“ von Douloufakis (100% Liatiko) habe ich auch schon probiert, der „Aspros Lagos“ (100% Vidiano) steht bereits im Kühlschrank. Ich werde die Notizen mal ein bisschen sammeln und dann in einem Kreta-Rundumschlag-Post veröffentlichen. Da Du ja ganz offenbar ein versierter Kenner kretischer Weine bist (ganz im Gegensatz zu mir ;)), was hältst Du persönlich von den Manousakis-Weinen und der Idee dahinter? Sind die Weine „gut“, irgendwie „kretisch“ oder „rhône-typisch“? Ich habe mir jedenfalls mal den 2012er Roussanne gegönnt, aber da das definitiv eine weiße Lagersorte ist, will ich den jetzt noch nicht öffnen.

  2. Georgios Charitou schreibt:

    Wie fandest du denn den Liatiko von Douloufakis? Der 2009er war genial, einer meiner absoluten Lieblingsweine aus ganz GR für deutlich unter 10€! Der 2010er schien mir da Anfang des Jahres etwas eleganter, feiner aber auch die Ecken+Kanten des 2009ers vermissend. Ich bin auch mal gespannt was du vom akazienassgereiften Viadianó „Aspros Lagos“ hälst. Der ist sehr individuell, kräftig mit einer ganz speziellen Aromatik versehen. Letztes Jahr hatte ich ihn mal in einer kleinen Probe gegen diverse Chenin Blancs antreten lassen… er hat sich gut behaupten können! Zu Manoussakis nur so viel: gute, moderne aber meiner Meinung nach auch etwas überteuerte Weine die man nicht nach GR vermuten würde. Ich finde es ein wenig schade dass sie sich nicht um die griechischen bzw. kretischen Rebsorten kümmern… Guten Syrah z.B. finde ich fast überall in GR, da muss ich nicht ganz nach Kreta. Der Roussanne ist der einzige Wein aus deren Sortiment den ich noch nicht kenne. Flaschenreife lohnt sich bei dem bestimmt.

    • Matze schreibt:

      Tja, der „Aspros Lagos“ hat mich doch etwas überrascht. Sehr sehr starker Holzeinfluss in diesem jungen Stadium, obwohl „nur“ fünf Monate im Fass gewesen. Die meisten Weine, die ich bislang probieren konnte (jedenfalls die Weißen), waren 2012er, und deren aromatisches Profil zeigte fast immer noch deutliche Entwicklungsmöglichkeiten. Ich habe drei von ihnen jetzt einfach mal wieder verkorkt und lasse sie quasi künstlich altern. Mal schauen, wie es in ein paar Tagen aussieht…

  3. Hallo George, dem kann ich mich nur anschließen. In Preis- Leistung kann niemand auf Kreta Douloufakis „den Wein reichen“. Genau das ist es aber was der griechische Wein braucht: Ausgezeichente Qualität zu Preisen die inernational Maßtäbe setzen kann.

    • Matze schreibt:

      Und Individualität und Charakter😉. Denn es gibt zugegebenermaßen jede Menge anständige bis gute Weine, die zu sehr vernünftigen Preisen verkauft werden. Aus Spanien, aus Chile, aus Südafrika (not my cup of tea, aber für die Mehrheit der Deutschen schon). Wer „braucht“ da kretische Weine, der nicht selbst schon auf Kreta war? Und demnach eher aus emotionalen Gründen zu einem kretischen Wein greift. Das soll keine ketzerische Frage sein, denn ich finde es wirklich interessant, wie sich der kretische Wein profilieren will und kann. Oder ist die Abnahme auf der Insel bereits so hoch, dass praktisch nichts in den Export „muss“? Ich werde noch mal darüber nachdenken (und weiter probieren ;))…

  4. Es ist in der Tat so, dass das Preis-Leistungsverhältnis bereits ordentliches internationales Niveau erreicht hat. Die Geschichte um den Wein wird es sein, was Kreta nach vorne bringen wird. Sicher ist es eine Frage des Marketings … aber komm‘ uns doch im November auf den Dionysos-Days besuchen … da wird dann sowas gemacht🙂 George ist auch da.

    https://www.facebook.com/events/168608286649088/

  5. Jens schreibt:

    Hallo Freunde des griechischen Weins!

    Ich habe im letzten Jahr auf der Prowein spontan mit einem Freund, der griechische Wurzeln hat quer durch die Bank ein paar Weine probiert. Praktisch überall aus Griechenland. Ganz kurz nur und vieleicht drei oder vier Erzeuger bzw Handelsagenturen aufgesucht.

    Alle damals probierten Weine waren anders – sehr individuell – im Grunde neugierig machend. Zum Teil störte mich hoher Alkohol und eine leicht firnige Art der Weinbereitung bei den Weißen. Insgesamt jedoch eine tolle Erfahrung.

    Auch waren die Leute an den Weinständen sehr bemüht die Weine, die Menschen die dahinter stecken, das Terroir und vor allem die Rebsorten aufzuzählen und zu erklären, die in die einzelnen Weine cuveetiert worden waren. Das war zugegeben nach kurzer Zeit anstrengend und ich hab dann abgeschaltet.

    Nach dieser kurzen Begegnung habe ich nie wieder die Gelegenheit gehabt, ernsthaften, griechischen Wein zu verkosten.

    Beste Grüsse Jens

  6. Jens, am 2 + 3 November hast du sie wieder in Hamburg (Dionysos-Days).

    Bei den Weinen die wir so von Griechenland kennen (wollen) und vermakten, kennen wir übrígens keinen firnien Geschmack. Das dürfte eher die Ausnahme sein und bei Qualitätswinzern nicht auffindbar sein. Überzeuge dich bitte im November.🙂

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