Gallo, Chenet, Aldi, Lidl – billige Rotweine im Quertest

Ich kann mich noch ziemlich gut an den ersten ernsthaften Weintest meiner erweiterten Jugend erinnern. Das Motto lautete damals: „Lohnt es sich, beim Wein etwas mehr Geld auszugeben?“ Die Kandidaten: drei Rotweine aus dem Languedoc, der erste für 1,99 (DM), der zweite für 2,99, und der dritte – erraten – für 3,99. Der 1,99-Wein wurde gemäß einstimmigem Ergebnis als „untrinkbare Kratzbrühe“ bezeichnet. Der 2,99-Wein ließ eine leichte Steigerung erahnen, die der 3,99er sogleich wieder in Frage stellte. Unser Fazit hieß deshalb sonnenklar: „Wein schmeckt nicht, egal wie teuer.“

An Billigweine haben sich seither nur wenige Leute herangewagt, deren Urteil ich auch trauen würde. Okay, eigentlich kenne ich gar keinen (aber Ihr dürft mich gern eines Besseren belehren). Deshalb dachte ich mir, dieses Segment als Wein- und Foodblogger zu vernachlässigen, das hieße nicht nur, keine Ahnung davon zu haben, was 90% der weintrinkenden Bevölkerung so umtreibt. Das hieße auch, eventuell einen Quantensprung seit dem damaligen Gurgelwasser verpasst zu haben. Hier kommen sie also, vier der meist verkauftesten Weine überhaupt.

Wein 1: Was Ihr gleich zu Anfang wisst, wusste ich nicht (weil ich die Weine blind getestet habe). Es handelt sich hier um den 2010er Giacondi Nero d’Avola/Merlot, ein Sicilia IGT mit beachtlichen 14 vol% für seinen bescheidenen Preis von 2,99 €. Gekauft habe ich ihn bei Aldi Süd. Giacondi ist eine eingetragene Handelsmarke und natürlich nicht der Name des Winzers. Der Produzent heißt „MGM Mondo del Vino“, eine in der Emilia Romagna administrativ beheimatete Firma. Der wahre Traubenlieferant bleibt für nicht Eingeweihte im Dunkeln, aber egal, wem nützte der Name schon. Wesentlicher erscheint Aldi als Qualitätsmerkmal, dass der Schriftzug „im Barrique gereift“ hinten auf der Flasche prangt.

Aha, ein Silikonstopfen, die für mich nervigste Verschlussart, weil er immer so an der Korkenzieherspindel festklebt. Dunkles, klares Rot, schöne Farbe eigentlich. In der Nase dunkle Beeren der leicht eingekochten Art, ein wenig Holz (nicht übertrieben), ein gewisser Alkohol, viel Frucht und diese etwas aufdringliche, gleich ins Kleinhirn steigende Note sehr frischer Rotweine. Am Gaumen fällt mir sofort die enorme Würze auf, Brombeere mit Chili, Kirsche auch. Der Wein ist ziemlich kräftig in der Mitte und besitzt zu meiner Überraschung ganz deutliche Tannine. Ob jene aus den Beerenschalen stammen, vom neuen Holz oder sonstwie in das Getränk gekommen sind, ich weiß es nicht. Jedenfalls hätte ich sie so nicht erwartet. Insgesamt schmeckt der Giacondi wie ein allgemeiner Rotwein, von dem ich niemals Rebsorte und Herkunft erkennen könnte, der aber auch bei bösestem Willen nicht als misslungen durchgeht. Fängt schon mal gar nicht übel an.

Wein 2: Jetzt geht es ins Weinparadies nach Frankreich. Als Repräsentant dient der J.P. Chenet Cabernet-Syrah von 2010, ein Vin de Pays d’Oc, also aus dem Süden des Landes. 2,99 € ebenfalls, gekauft bei Rewe, 13 vol%. Die Website verrät sogar noch mehr: 60% Cabernet Sauvignon, 40% Syrah, und der Produzent „Grands Chais de France“ ist einfach die Bombe. Allein die Abfüll- und Vertriebsanlagen im elsässischen Petersbach (denn dorthin wird der Traubensaft per Lkw geliefert) nehmen mit fast 13 ha mehr Fläche ein als so manches mittelgroße Weingut. Eine Million Hektoliter Wein werden hier jährlich ausgeliefert, und die Flaschen mit dem charakteristischen Knick im Hals kennt nun wirklich jeder.

Aha Nummer Zwei, auch hier ein Silikonstopfen. Ich nehme es vorweg, alle vier Weine waren auf diese Art verschlossen. Kork scheint zu teuer und zu unsicher, die Kunden aber offenbar noch nicht reif für den Schraubverschluss. Die Farbe ist wiederum ansprechend. In der Nase wirkt unser Chenet dezenter, dafür aber auch leicht grün, was auf den Cabernet-Anteil zurückzuführen sein dürfte. Dennoch dominieren dunkle Beeren der Art Brombeer-Heidelbeer, Holz ist keins zu spüren, der Naseneindruck insgesamt saftig und klar. Aber dann am Gaumen… Ich zitiere einfach mal den spontanen Ausruf einer Mittesterin: „Das ist ja Pennerbrause!“ In gewählteren Worten verspüre ich einen deutlich höheren Restzucker, leicht Paprika, eine ebenso leichte Unreife. Würze und Tannin sind in vernünftigem Maße vorhanden, aber alles tritt hinter diese Ahnung von Kopfschmerz zurück. Ein weiterer Kommentar: „Hinten raus ein ätzender Glühweingeschmack.“ Heieiei.

Wein 3: Jetzt geht’s nach Übersee und vielleicht deshalb in leicht höhere Preisregionen. Auf dem Prüfstand steht der Gallo Family Vineyards Zinfandel aus Kalifornien, die vielleicht typischste Rebsorte dort, 4,99 € bei Rewe, 13,5 vol% und Jahrgang 2009. Gallo als Unternehmen braucht man kaum vorzustellen, es ist halt die größte Familienkellerei der Welt, in der laut Homepage „40.000 Tonnen von Weintrauben“ jedes Jahr zum Platzen gebracht werden. Die Kelterei in Modesto sieht im Luftbild eher aus wie eine Erdölraffinerie, aber es gibt auch fotografische Möglichkeiten, das Ganze künstlerisch wertvoller zu gestalten.

Der rote Kalifornier zeigt jedenfalls schon einmal die dunkelste Farbe von allen, aber auch die anderen sind meilenweit vom Hellrot entfernt. Das geht offensichtlich in diesem Bereich gar nicht: Ein helles Rot suggeriert einen dünnen Wein. In der Nase ist die Reife hier auch bis zum Extrem getrieben. Wiederum süße Brombeere (auch das wohl Standard), Heidelbeere, dann aber auch Waldpilze, Eukalyptus und eine etwas seltsame Note, die mich an ein Kaubonbon der 80er erinnert. Diese kleinen, quadratischen Täfelchen, Ihr erinnert Euch vielleicht. Am Gaumen geht der Wein voll nach vorn: 100% süße Brombeere wie vom Busch, gepaart mit Waldpilzen, ungemein saftig, aber absolut nichts, was an Wein im konventionellen Sinne gemahnen würde. Keine Würze, keine Säure, kein Tannin, auch kein Alkohol. Wahnsinn. Den könnte man aus 1.000 anderen Weinen herausschmecken. Allerdings nicht, weil er so gut wäre.

Wein 4: Ganz zum Schluss geht es nach Spanien, und zwar nicht irgendwo hin, sondern nach Katalonien. Diese nicht unbedingt für allerbilligste Weine bekannte Gegend hat den Barceliño des Jahrgangs 2008 hervorgebracht. Ein Wein mit der DO Catalunya auf dem Etikett, 13,5 vol%, 3,99 € und von Lidl. Hersteller ist die Firma VidVica in Barcelona. Das Internet verrät mehr: VidVica gehört zur Grupo Arvic Arvetey, die ansonsten doppelt so teuren Rotwein und Cava herstellt. Geschäftsführer ist offenbar ein Rheinländer, vielleicht hat man auf diese Weise das harte Herz der Lidl-Einkäufer erworben. Okay, wahrscheinlich eher mit dem Versprechen, alles zu tun und dafür nichts zu verlangen. Der Wein besteht aus den klassischen Rebsorten Tempranillo und Garnacha, wurde erst im Stahltank und dann drei Monate in amerikanischen Barriques ausgebaut – und hat bereits einige Medaillen abgesahnt: Goldmedaille bei der Berlin Wine Trophy 2011, Goldmedaille beim Concours Mondial in Brüssel. Mit anderen Worten: Weltklasse.

Die Farbe verrät nichts Auffälliges, die Nase dafür schon eher. Zum ersten Mal kann ich so etwas wie Mineralität wahrnehmen, der Staub und das Salz der Steine. Auch ansonsten wirkt der Wein spontan strenger, mit Lakritznoten, und irgendwie weniger gefällig. Am Gaumen setzt sich dieser Eindruck konsequent fort. Im Vergleich zu den anderen Weinen dieser Reihe ist das hier ein erstaunlich herbes Tröpfchen mit karger Fruchtnote. „Unangenehm beißendes Holz“, heißt es von der Runde, und mein Argument, dass man hier wenigstens zum ersten Mal so etwas wie einen Herkunftscharakter erkennen könnte, verhallt ungehört. Wer auch immer hier eine Goldmedaille gezückt hat, die Leistungen der Konkurrenten hätte ich nicht genießen wollen.

Mein Fazit: Die Weine taugen alle nichts. Jedenfalls nicht für Leute, die gern Wein trinken. Insgesamt hat sich das Niveau gegenüber den 80er und 90er Jahren zwar gesteigert. Dafür haben sich ihre Preise gegenüber der damaligen Zeit auch verdoppelt. Das Problem in diesem Segment ist ja, dass ein Euro mehr zwar „nur“ ein Euro ist, aber eine geradezu groteske Steigerung von 33% bedeutet. Immerhin bin ich weder erblindet noch magenkrank geworden. Was ich ebenfalls gegenüber früheren Zeiten nicht mehr feststellen konnte, waren schuhbürstenartige Gerbstoffe und Noten nach grünem Pflanzenextrakt.

Mit einer Ausnahme: Der J.P. Chenet ist Nostalgie pur. Ich wusste gar nicht, dass es so etwas noch gibt. Wer sich auf preiswerte Weise zurück in die 90er beamen will, sollte diesen Wein erwerben. Allerdings nur zum Nippen. Deshalb bekommt er neben meinem Platz 4 die goldene Museumsmedaille.

Der Gallo Zinfandel ist dagegen von ganz anderer Art. Ein Wein für Weinhasser. Sirup mit Farbstoffen, der ohne die geschmacksüblichen Anzeichen alkoholisch trotzdem reinknallt. Eigentlich könnte das ideal sein für den Kaffeekränzchen- und Teenie-Markt, aber die Zielgruppe ist zumindest hierzulande eine ganz andere. Platz 3, aber immer noch baaahd.

Mit dem Barceliño konnte ich niemanden hinter dem Ofen vorlocken. Für Süffigweintrinker ist dieses Produkt einfach zu karg, zu sauer und – jawoll – zu dünn. Ich persönlich finde, wenn hier etwas mehr Traubenreife der guten Art mit hineinkäme, wäre durchaus eine Bronzemedaille auf der Hausweinschau drin. Platz 2.

Wie heißt es so schön: Einer muss immer der Erste sein. So auch hier. Mein erster Platz geht also an den sizilianischen Nero d’Avola-Merlot-Verschnitt von Aldi. Ein Weltwein im allergröbsten Sinne, bei dem niemand die Augen vor Verzückung verdreht, aber bei der hemdsärmeligen Grillparty auch niemand meckert. Kaufen würde ich mir den Wein aber nicht (außer für diesen Test), denn – nur mal als Beispiel – genau dieser hemdsärmeligen Grillparty würden drei Flaschen „Mahrs U“ besser zu Gesicht stehen.

Trotzdem fand ich diesen Vergleich hochspannend. Denn auch im unteren Segment dreht sich die Welt immer weiter, und ich möchte solche Entwicklungen einfach mitbekommen. Spätestens im nächsten Jahr bin ich wieder dabei.

Wann habt Ihr eigentlich Euren letzten Wein unter 3 € getrunken?

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36 Antworten zu Gallo, Chenet, Aldi, Lidl – billige Rotweine im Quertest

  1. BerlinKitchen schreibt:

    Never ever, sowas tue ich mir nicht an. Das ist ein Fall für Amnesty!

  2. Eline schreibt:

    Masochismus pur! Und selbst wenn diese Weine gut schmecken sollten, sie sind ökologischer und volkswirtschaftlicher Wahnwitz.

    • chezmatze schreibt:

      Natürlich stimmt das, was Du sagst, und ich wäre der letzte, der das bestreiten würde. Das weißt Du ja auch.

      Dennoch halte ich „Masochismus pur“ für ein bisschen stark. Ich habe mir das sehr wohl überlegt, weshalb ich diese Weine probieren möchte. Mein Ansatz ist halt ein anderer, als „lediglich“ von mir getestete und für sehr gut befundene Dinge auf meinem Blog zu posten. Mir geht es speziell auch darum, nicht die Bodenhaftung zu verlieren. Jedenfalls ab und zu ;).

      Ich weiß von Diskussionen auf anderen (besonders) Weinblogs, dass die Leser immer dieselben sind, die Kommentatoren auch, während es den mehrheitlichen Rest der Bevölkerung nicht tangiert. „Preach to the converted“, heißt das wohl. Umgekehrt werden offensichtliche Bedürfnisse oder zumindest ökonomische Bekenntnisse der Mehrheitsbevölkerung ignoriert.

      Ich möchte aber auch eine Art der Realität zulassen, wie sie tagtäglich auf den Straßen unserer Welt zu finden ist. Neulich hat mich ein älterer Herr im Supermarkt angesprochen: „Die Weine bei Aldi sind alle viel besser als dieses Zeug hier.“ Und ich als selbsternannter Weinkenner habe mir gedacht, „wahrscheinlich sind beide gleich scheißlich, aber verdammt, ich weiß es einfach nicht, weil ich seit Jahren keinen solchen Wein mehr getrunken habe“. Das hat mich gewurmt. Und so ist es zu jenem Test und jenem Post gekommen…

  3. BerlinKitchen schreibt:

    „ökologischer und volkswirtschaftlicher Wahnwitz.“

    Stimmt, das kommt ja auch noch dazu!

  4. Eline schreibt:

    Ich wollte dir mit dem „Masochismus pur“ ja nicht zu nahe treten, da hat eindeutig ein 😉 gefehlt. Ich habe deine Motivation für dieses Experiment schon verstanden. Ich glaube auch, man sollte bei Wein die Bodenhaftung nicht verlieren und aussschliesslich Weine ab 30 EUR aufwärts trinken. Nur ist es ja unmöglich in der von dir getesteten Preiskategorie von Supermarktweinen bis 4 EUR einen ehrlich gemachten Wein mit fairen Konditionen für Weinbauern zu finden. Logistik- und Materialkosten verschlingen den Grossteil, da bleiben ein paar Cents übrig. Daher finde ich , dass Konsumenten von solchen Weinen (und in ähnlicher Weise: von Billigst-Food) keine Bodenhaftung haben. Bodenhaftung hat der Konsument, der sich, weil er nicht zu viel Geld für Wein ausgeben will/kann, bei einem der vielen, vielen Winzer ab Hof oder in einer anständigen Vinothek Wein zwischen 7 und 10 EUR kauft. Davon haben die Winzer was und auch der Konsument.
    Was mich sehr interessiert: habt ihr die Weine ausgetrunken?

    • chezmatze schreibt:

      Kurz Antwort zur letzten Frage: Nein.

      Obwohl, der sizilianische Wein ist fast leer gewesen. Noch mal zum Thema: Klar, dass ich weder das Prinzip eines Discounter-Weins gutheiße noch irgendwelche Empfehlungen in diesem Bereich abgeben möchte. Die Weine, die Du als „bodenhaftend“ beschrieben hast, sind genau diejenigen, die ich auch besitze, kaufe, mit Genuss trinke und weiterempfehle.

      Aber dennoch interessiert es mich auch, was der „unwissende“ Konsument so tut. Der nicht insgesamt weniger Geld zur Verfügung haben muss als wir, der aber andere Prioritäten setzt. Und offenbar sind die Prioritäten im Allgemeinen so gesetzt, dass der absolut überragende Teil des insgesamt verkauften Weins genau so bereitet wird. Empfehlen werde ich demnächst wieder ein paar nette Sachen. Dies hier diente meiner persönlichen Weiterbildung 😉

  5. Torsten schreibt:

    „Im Westen nichts Neues“… – zumindest warst du sehr mutig und ja, es werden diese Weine vielfach gekauft und für gut befunden, man lausche nur mal beim Einkaufen den Diskutierenden vorm Weinregal. Vom HartzIV-Empfänger, der sich nichts anderes leisten kann bis hin zum Porschefahrer, der es moralisch nicht verantworten kann, einen Wein für 10 oder mehr € zu kaufen. – für unsereins ist das alles rausgeschmissenes Geld, die breite Masse des Volkes aber ist glücklich damit und kann nicht verstehen, was Menschen wie uns umtreibt…

    Mir wird ja gern vorgeworfen, ich punkte immer recht hoch, aber an der Stelle weiß ich auch, ich verkoste einfach meist die „falschen“ Weine, mir standen schon vom Lesen die Haare vor Grauen zu Berge, gefühlt irgendwas um 60 bis 75/100 Th.? Will heißen Schulnote 4 und 5… – du hast dir ja gar keine Punktewertung zugetraut?

    Wahnsinn auch, endlich mal die Chemiefabrik im Bild zu haben, von der gefühlt mehr als die Hälfte der Weine in allen deutschen Discountern und Supermärkten stammt. Hier werden die Weine für die deutsche Verbrauchermasse abgemischt und dann wohl wahlweise mit Etiketten von der Rhône, dem Beaujolais, dem Burgund, dem Languedoc, dem Bordelais, aber auch schon mal aus Chile, Argentinien, Australien etc. versehen. Eigentlich hat es mich ja schon immer mal gereizt, dem in den Wäldern der Nordvogesen gelegenen Petersbach einen Besuch abzustatten, aber irgendwie ist es wahrlich zu abgelegen (und wahrscheinlich ist ringsum auch militärisches Sperrgebiet… grins) – aber auf dem Foto ist es genau so, wie ich es mir immer vorgestellt habe… – und die Gallo-Chemiefabrik macht auch nicht grade Durst…

  6. Charlie schreibt:

    Wer von Wein etwas verstehen will, muss solche Weine auch probieren. Da ich (wie alle hier, schätze ich) im Bekanntenkreis als Weinkenner gelte, erwartet man von mir Empfehlungen. Und um die vernünftig zu machen, muss man nicht alle Jahrgänge Yquem kennen, sondern wissen, wie ein guter Sauternes schmeckt und wie einige der billigen Weine schmecken.

  7. chezmatze schreibt:

    Danke, Torsten und Charlie, für Eure Beiträge, die genau in die Richtung gehen, die ich hiermit vorhatte. Deshalb noch mal ganz klar:

    – Kein (mir bekannter, ernsthafter) Weinautor schreibt über solche Weine. Probiert sie wahrscheinlich noch nicht einmal. Das empfinde ich als Manko.

    – Die meisten Leute kaufen Wein im Supermarkt/Discounter (das Argument höre ich in meinem Bekanntenkreis mit Abstand am meisten), weil sie „keine Ahnung von Wein haben“ und fürchten, in einer besseren Weinhandlung deshalb „deppert auszusehen“. Mit anderen Worten: Der Wein wird aus einer Art Verzweiflung heraus gekauft.

    – Dass es auch die Leute gibt, die das mehr aus einer „möglichst billig“- und Schnäppchenjäger-Mentalität heraus machen, ist klar. Die sind aber, jedenfalls was meinen Bekanntenkreis anbelangt, in der Minderheit.

    – „Meine Leute“ wollen auch nicht viel Geld für Wein ausgeben. Sie wollen aber auch keinen zusammengekarrten Chemiemüll trinken. Die Sache ist nur: Sie wissen gar nicht, was sich hinter ihrem Supermarktwein verbirgt, da die Marketingkampagnen in den Zeitschriften ja immer nur blühende Landschaften und glückliche Winzer mit rosigen Gesichtern abbilden.

    – Die Leute wissen nicht, dass sie schon eine Stufe auf der Wein-Authentizitätsleiter weiter nach oben kämen, wenn sie für 5 € den Einstiegswein eines mittelprächtigen Winzers kaufen würden. Zwei Stufen gar bei einem 10 €-Wein eines entsprechend in Weinberg und Keller bewusst und konsequent arbeitenden Winzers.

    – Ich hingegen wusste nicht, was sich unterhalb des 5 €-Einstiegsweins eines mittelprächtigen Winzers tummelt. Auch wenn es sich grotesk anhört, aber diese Probe war deshalb für mich eine der interessantesten der letzten Monate. Weil es terra incognita war und ich absolut nicht wusste, was mich erwartet.

    – Und, Torsten, das mit den Punkten ist eine sehr berechtigte Frage. Nein, ich habe mich nicht getraut. Weil auf unseren Skalen, egal ob 100- oder 20-Punkte-Skala, immer mindestens die Hälfte der Punkte vergeben wird, wenn der Wein „trinkbar“ ist. Ein Chenet z.B. bekommt aber keine 10 Punkte. Was aber dann? Fünf? Oder gar weniger? Wie schlecht kann ein in unseren Märkten verkaufter Wein werden? Um in die Nähe der null Punkte zu gelangen, müsste ich wahrscheinlich Tetrapacks oder Glühweine bemühen, mein Spektrum also noch ausweiten. Als Gedankenspiel natürlich 😉

  8. jens schreibt:

    Also Matze! Ich hätte da die ein oder andere Adresse in Marl parat, wo soche Weine (Tetrapack) täglich auf den Tisch kommen. Wenn Du Interesse hast, dann lass es mich wissen. Ich verabrede gerne einen Termin für eine gemeinsame Degu. 😉

    Jens….und jetzt duck ich mich wech….

  9. Charlie schreibt:

    Im Prinzip ist vernünftige Punktevergabe bei jedem Wein möglich und Profis können das auch. Selber tue ich mich unter 78 P sehr schwer, bilde mir aber ein, dass es nur an Erfahrung und geistiger Anstregung mangelt.

    • Charlie schreibt:

      … und daran, daß es kaum Vorbilder gibt, an denen ich die Skala eichen könnte. Schlechte Bewertungen werden sehr selten publiziert.

      • chezmatze schreibt:

        Ja, absolut. Vielleicht hängt das auch damit zusammen, dass man als „Weintester“ lieber positiv motivieren möchte. Wenn man den Winzer kennt, kommt natürlich noch eine ganz andere Komponente ins Spiel, klar…

    • chezmatze schreibt:

      Ich fürchte, Du irrst Dich, was die Profis anbelangt. Nenn mir bitte mal die Profis, die reihenweise Weine aus den unteren Supermarktregalen testen (obwohl ich keinesfalls ausschließen mag, dass es sie gibt). Die haben nämlich alle dasselbe Problem wie wir: Unterhalb einer gewissen Punktzahl fehlt es einfach – wie wir ja beide meinen – an Erfahrung. Und natürlich an dem Willen, sich ausgerechnet in diesem Segment fortbilden zu wollen, wobei wir bei Deinem Begriff der „geistigen Anstrengung“ wären.

      Aber es ist auch wirklich nicht leicht. Gesetzt den Fall, Du hast einen fehlerhaften Wein im Glas, sagen wir, mit einem klar definierbaren, allgemein bekannten Weinfehler, Mäuseln zum Beispiel. Wie bewertest Du so einen Wein (außer mit „fehlerhaft“ oder „nicht trinkbar“)? Dann kommt der nächste Wein mit einem anderen Weinfehler, der dritte mit zwei weiteren, die Dir aber weniger gravierend vorkommen. Der vierte Wein hat dann zwar keinen dieser Fehler, schmeckt aber grässlich. Das wäre zum Beispiel der Chenet.

      Ich glaube, aus dem Grund haben die Profitester davon abgesehen, in dieser Rubrik überhaupt Unterscheidungen treffen zu wollen. Was unterhalb des Begriffes „trinkbar“ noch existiert, egal ob fehlerhaft oder einfach schlecht, passt in eine Sammelkategorie. Aber ich gebe Dir selbstverständlich recht: Mit entsprechend klar definierten Kriterien und großer Erfahrung könnte man auch da zu einem nachvollziehbaren Urteil kommen.

      • Charlie schreibt:

        Ich dachte da auch nicht an Parker etc. sondern etwa an die Tester der Qualitätsweinprüfung. Die schauen, nehme ich an, auf den unteren Bereich der Skala ganz genau, denn sie müssen feherhafte Wein aussortieren. Das ist bei fast allen Skalen etwa die Hälft: http://www.wein-plus.de/glossar/index.html?Suchwort=bewertung
        D.h. man kann fehlerhafte Weine sehr gut formal einordnen. Das ist wichtig wenn man Mittelwerte braucht. Der Chenet hätte also eine Chance auf richtige Punkte.

      • chezmatze schreibt:

        Ja, das stimmt, die Tester in dem Bereich bekommen wirklich fast alles vor die Nase. Allerdings (korrigiere mich bitte, wenn ich mich täusche) wird da ja auch bei einer festgestellten Fehlerhaftigkeit des Weins bei Geruch oder Geschmack eine Null eingetragen. Ob in der Praxis ein einzelner größerer Fehler auch eine größere Null ergibt als zwei mäßige, weiß ich auch nicht. Ist wahrscheinlich eine Sache der Abwägung. Wäre die Null z.B. nicht da, hätte der Wein gewisse Chancen, die Prüfung zu bestehen, denn mit 1,5 von 15 möglichen Punkten aus der Sinnenprüfung ist ja schon die AP-Nummer drin. Gut, der Chenet würde wahrscheinlich an der Gebietstypizität scheitern.

        Letzteres ist aber eh so eine Sache. In Frankreich gibt es ja regelmäßig großen Ärger, wenn die AOC-Prüfer einem individuell interpretierten Wein die Herkunftstypizität absprechen. Da gibt es mittlerweile etliche ganz hochkarätige Winzer, die freiwillig einen Tafelwein (oder halt neuerdings „Vin de France“) produzieren statt damit vor die Kommission zu gehen. In Deutschland kenne ich eigentlich nur Ziereisen, der das (mittlerweile) so konsequent durchzieht. Okay, außer Kühns Amphore, aber das ist ja auch ein Extrafall.

      • Charlie schreibt:

        Das weiss ich auch nicht genau. Vielleicht sollte man mal nachfragen. Man könnte auch Hofschuster fragen, ob sie die schwachen Weine noch genau beurteilen und bepunkten.

      • chezmatze schreibt:

        Ich bin am Wochenende quasi unter Winzern, da werde ich mal nachfragen. Einer von ihnen hatte mir auch schon einmal alles Mögliche von der Qualitätsweinprüfung erklärt, aber ich habe es leider zwischenzeitlich vergessen…

  10. Alexander schreibt:

    Ich finde es lobenswert und mutig, diese Weine zu testen, obwohl ich die Antwort schon geahnt habe. Nun kann man auf jeder Weihnachtsfeier getrost seine Leber schonen, denn oftmals bewegen sich die Weine dort auf diesem Niveau. Es sind eher weinhaltige Getränke als Weine, da trinke ich lieber Apfelschorle. Bei preiswerten Rieslingen aus Deutschland könnte eine (Mut)probe schon anders aussehen, da gibt im LEH oder bei Aldi/Lidl (Palazzio Edition von Leitz oder Fritz Keller) so manchen Tropfen (zwischen 5-7 Euro allerdings), denn man durchaus als Alltagswein benutzen kann. Auch Weine von der Forster Winzergen. (z.T. Schraubverschluss) oder den Piesporter Moselriesling feinherb (Moselland WG mit Glaskorken, nicht Plastik) finde ich brauchbar. Letzter passt gut zu scharfem asiatischen Essen.

    • chezmatze schreibt:

      Ja, ich wollte möglichst die „Standardweine“ der Läden testen, also die Bestseller. Bei Aldi und Lidl habe ich einfach ins Alltagssegment gegriffen, und bei Rewe die Namen genommen, von denen ich weiß, dass sie den größten Absatz finden. Rot hatte ich deshalb ausgewählt, weil ich (das sind echt empirische Methoden ;)) beim Linsen in die Einkaufswägen der anderen festgestellt habe, dass Rot wesentlich öfter zu gehen scheint als Weiß.

      Was mir bei der Kombination „gut und günstig“ noch als Zusatz einfällt (hoffentlich geht er mir nicht an die Gurgel, wenn er erfährt, in welchem Zusammenhang er hier genannt wird): Der trockene und der halbtrockene Riesling von Florian Weingart (Mittelrhein) kosten je nur 4,75 € und sind richtig stark. Einen Wein dieser Qualität habe ich bislang im LEH nicht gesichtet.

  11. Pingback: Wein aus Thailand | Chez Matze

  12. Thomas Stern schreibt:

    Nachdem ich mein Studium mit „Burlwood“ Cabernet von Aldi (EUR 2,79) geschmiert habe, trinke ich ich noch gerne so ein bis zwei Mal im Jahr ein Fläschchen davon. For the old times sake. Wer mit dem Riedel-Glas am Mund geboren wurde, dem gehen solche Sentimentalitäten natürlich ab.
    Die völlige Ignoranz der Fachwelt für „billige“ Weine finde auch ich nicht gut. Dieses Segment wird wohl eher als reine „Betrunkenmacher“ angesehen. Zugegebenermaßen lohnt sich die önologische Beschäftigung mit Weinen für 3 EUR und weniger wohl nur in den seltensten Fällen. Aber für 5 EUR bekommt man im Fachhandel oder auch in den großen Kaufhäusern mit etwas Glück schon sehr interessantes Material.

    • chezmatze schreibt:

      Wenn ich gefragt werde, nenne ich auch immer die Fünf-Euro-Grenze. Leider ist es selbst da so, dass ein hundsmiserabler Wein deutlich teurer sein kann, wenn die entsprechende Marketingkampagne viel Geld verschlingt. Also besser jemanden im Laden fragen, der das auch schon mal probiert hat (ergo: nicht im Supermarkt). Es sei denn, man hat Spaß am Experiment und probiert erst mal alles allein durch. Oder man hat sein Leben lang Roth Händle ohne Filter geraucht. Da sind dann selbst die geschmacklichen Unterschiede zwischen Rotwein und Weißwein schon viel zu fein ;).

  13. David schreibt:

    Der Chenet ist echt der Knaller.
    Ich habe keinen blassen Schimmer von Wein. Ich kaufe Wein nur zum Backen und kochen, und dann als armer Studi auch nur den Billigen. Heut wollte ich mal wieder backen und habe eine Flasche Chenet gekauft weil sie im Angebot war. Meine güte, das ist die mit Abstand schlimmste Brühe die ich je probiert habe. Der 1,5€ Mazedonische Wein den ich sonst zum Kuchenbacken nehme mag eine minderwetige Brühe sein, aber wenigstens verursacht sie keinen Brechreiz.
    Ganz im Gegensatz zum Chenet.. . .
    Btw:Hat jemand einen konkreten Produktvorschlag für einen gut verfügbaren Rotwein zu studentenfreundlichen Preisen (<10€), den man tatsächlich zum Trinken verwenden kann?

    • Thomas Stern schreibt:

      verfügbar, trinkbar, < 10 EUR ? Mal sehen: Suchresultat: 1.278.379 Ergebnisse 🙂
      Im Ernst, das kommt natürlich darauf an, welchen Geschmack Du hast. Trocken nehme ich als selbstverständlich. Falls Du es kräftig magst, dürfte Dir einer der allgegenwärtigen Shiraz mit knapp unter 10 EUR entgegenkommen. Aktuell – passend zum Thread – haben viele Norma-Filialen noch den In Situ Carmenere Reserva 2009 für 6,99 EUR, der kürzlich im Aktionsangebot war. Den habe ich probiert, für den Preis ein sehr brauchbares Schwergewicht. Auch die Light-Version (ohne Reserva) des Carmenere 2010 gibt es dort, für lächerliche 3,99 EUR. Fand ich auch interessant, leichter als der Reserva, aber mir persönlich fast zu marmeladig.
      Wenn es etwas subtiler sein soll, kannst Du für 10 EUR schon die ersten trinkbaren Bordeaux bekommen. An jeder Ecke für knapp 9 EUR bekommst Du den Mouton Cadet, der zwar nicht spektakulär aber solide ist. Auch ein brauchbarer Standard ist immer wieder Chateau La Tonnelle, den es für 10 EUR bei Kaufhof und in vielen Fachgeschäften gibt.
      Falls Du doch ein bisschen über 10 EUR gehen kannst und willst: Der Koonunga Hill Shiraz Cabernet bietet den Einstieg in die Penfolds-Qualität und kommt fast bei jedem gut an. Und es gibt ihn überall – Im Weinfachhandel, im Duty Free Shop, im Kaufhaus… Nur bisher noch nicht beim Discounter 🙂

      • David schreibt:

        Da habe ich ja schonmal ordentlich was zum Testen. 🙂
        Mir ist klar dass es da ne menge Auswahl gibt. Aber wenn man nicht genau weiss wonach man sucht, ist das mitunter das Problem. Da ist dann ein wenig Orientierungshilfe ausgesprochen nützlich.
        In diesem Sinne vielen Dank! 🙂

    • klaus markl schreibt:

      ich weis ja nicht wo du wohnst, aber in jedem einzugsgebiet von Großstädten und auch kleineren städten gibt es gute weinläden, die mit sicherheit deinen anforderungen gewachsen sind.es gibt sogar den trend gutes preis/-leistungsverhältnis zu vertreten.
      bei interesse: http://www.dieweinschmecker.de ( düsseldorf, viele weine unter 10 €, versenden sicher auch, außerdem nette leute)

  14. klaus markl schreibt:

    bei fachleuten gibt es nicht viel toleranz.ich kenne leute die würden sich nicht mal in einen golf setzen.
    emotionalität ist doch das salz in der suppe ( wenn sie nicht pathologisch wird ).
    unsere vielschichtige gesellschaft hat eben überall ihre berechtigten nischen. ( satire )
    lieber matze, mit deinen beiträgen bist du bereits mitten in der missionierung derer, die sagen sie hätten keine ahnung und würden deshalb billigen fusel kaufen. wir befinden uns in der weindiaspora!
    kürzlich hat einer meiner gäste versucht den von mir angebotenen rotwein ( spätburgunder becker-landgraf, rheinhessen ) mit wasser zu verdünnen, was ich gerade noch verhindern konnte. der abend war aber gelaufen. alle meine argumente wieviel arbeit, herzblut, engagement von seiten des erzeugers in diesem produkt stecken wurden mit dem argument der ahnungslosigkeit und des desinteresses beiseite gefegt.
    genießen kann man nur mit gleichgesinnten.

  15. Jansipanski schreibt:

    Hey, Danke für den kurzweiligen Test. Bei Freunden hab ich gerade den Giacondi getrunken und fand den ganz süffig. Dazu gab’s eine gute knusprige Itallopizza. Die Kombination hat wohl den Wein zu seiner Süffigkeit gebracht.

    Weiter so, die Seite gefällt mir.
    Grüße, Jan.

    • Tom Stern schreibt:

      Ein sehr wahrer Beitrag ! DEN Geschmack eines Weines gibt es nämlich gar nicht. Mit der richtigen Speise, in der richtigen Gesellschaft, mit der richtigen Luft und dem richtigen Klima und – natürlich – in der richtigen Stimmung schmeckt ein Wein immer. Ganz abgesehen davon, dass die Temperatur des Weins, die Belüftung vor dem Genuss und das benutzte Weinglas himmelweite Unterschiede bewirken können. Ein schönes Beispiel für das was ich meine: Jeder kennt es: Man hat einen bestimmten Wein im Urlaub unter südlicher Sonne genossen und lieben gelernt. Zurück zu Hause schmeckt der mitgebrachte Lieblingswein des Urlaubs auf einmal …. würg !
      Merke: Alles subjektiv. König ist derjenige, der es schafft, für eine bestimmte Situation den richtigen Wein zur richtigen Zeit zu wählen. Der passende Wein für ein paar Euro ist mehr wert als ein von allen Experten gelobter teurer Top-Wein !

  16. Volker Iding schreibt:

    Habe nach langer Abstinenz wieder mal gewagt, den Valpolicella Sup. Ripasso DOC 2012 zu 5,99 von aldi süd (abgefüllt für Vignaioli la Castellana spa) zu probieren, in der (dummen) Hoffnung, dass auch bei Aldi etwas mehr Euro zu etwas mehr Qualität führt. Totaler Reinfall! Fehl-Produktion, die Plörre ist nicht mal 1 € wert!
    Ähnlich der auch am 10.11.14 für 7,99 angebotene 2011 Bolgheri Rosso DOC (von Tenuta Moraia), mit einer „Gold-Medaille“ der Berliner Wein Trophy 2014 ausgezeichnet!!!, der wegen untypischer Säure und Bitterkeit evtl. 2 € wert wäre, also auch Penner-Niveau. Hätt ich nur vorher im www nachgeschaut, zB. bei „www.wein-fuer-jedermann.de/index.php?id=bolgheri_pietracupa“, dort wurde der gleiche von 2009 (am 11.2012 für 6,99€) völlig verrissen, auch damals mit der blöden „Gold-Medaille“!
    Ich bin jetzt zu dem Schluss gekommen: Bes. die etwas teureren „Sonder-Angebote“ von Aldi sind (zumindest manchmal) „Dumping“ im wahren Sinn des Wortes, sie gehören nämlich entsorgt! Und beim „Entsorger“ Aldi kann sich der Produzent dieser Fehler-Ware nicht nur die Entsorgungskosten sparen, er bekommt wahrscheinlich sogar noch etwas dazu! (oder irre ich mich da? Vielleicht bekommt Aldi ja die Brühe umsonst und macht den Reibach mit den Dummen selber?). Also jetzt ganz ernst: NIE mehr Aldi-Angebots-Weine!!! Ich schwöre!

  17. Tm Stern schreibt:

    Sorry, mein Gutster, aber dass Aldi von den nicht raren Ausfällen der italienischen Weinwirtschaft sehr gerne zum Verklappen missbraucht wird, ist ja nun nichts wirklich Neues. Aber auch bei Aldi gibt es echte Perlen bei den Sonderangebots-Weinen. Nur leider sind die sehr selten und dann auch noch meist sehr schnell vergrifffen bzw. nur in minimalen Mengen im Angebot. Und solche Perlen kommen dann auch so gut wie nie aus dem schönen Italien, schon eher aus Argentinien oder Spanien. Wenn man denn schon unbedingt beim Discounter Wein kaufen muss, sollte man denn auch eher bei dem anderen Laden mit vier Buchstaben schauen…

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