Bangkok step five: Chinatown

Bangkoks Chinatown steht in jedem Reiseführer. Dort wird der Stadtteil meist als das wildest Mögliche beschrieben, was man als Tourist in Bangkok so zu sehen bekommen kann. Ein unglaubliches Gewusel an Menschen, Straßenstände mit unbekannten und abstrus aussehenden Dingen, die Fremdartigkeit im Quadrat. Das dürften, so dachte ich mir, die üblichen Übertreibungen sein, denn wirklich interessante Märkte wie der Khlong Toei werden von Touristen nie aufgesucht. Also machte ich mich zu Fuß und ohne übergroße Erwartungen auf in das Labyrinth der Gassen und hoffte, rechtzeitig vor der drohenden Flut wieder zurück zu sein.

Bangkoks Chinatown ist laut den einschlägigen Reiseführern eigentlich älter als die Stadt Bangkok selbst. Bis tief ins 18. Jahrhundert hinein war Bangkok nämlich nichts anderes als ein winziger Flusshafen, während sich das geistige und politische Zentrum des Landes in Ayutthaya befand, also etwa 70 Kilometer nördlich. Chinesische Arbeiter, die damals schon in der Gegend lebten, waren daher am Aufbau der neuen Hauptstadt unter Rama I. beteiligt. So erstaunt es nicht, dass heutzutage über die Hälfte der Einwohner Bangkoks auf chinesische Wurzeln zurückblicken können. Bei meinem Besuch von Bangkoks Chinatown hatte ich dann auch das Gefühl, dass hier fast immer beide Kulturen gleichzeitig anwesend sind. Viele Elemente der chinesischen Küche wie Tee, getrocknete Pilze, Nudeln oder Sojabohnensprossen sind heutzutage selbstverständlich angebotene Produkte thailändischer Straßenstände. Trotzdem gibt es in Bangkoks Chinatown natürlich auch ein paar Dinge zu sehen, die man woanders kaum findet.

Im Lonely Planet hatte ich vorher eine Karte der Chinatown gesehen, auf der ein exakter Spazierweg eingezeichnet war, damit man auch alles Wichtige mitbekommt. Meine Erfahrung hingegen sagt mir, dass man alles Wichtige mitbekommt, wenn man aufmerksam ist und sich spontan durch Augen und Nase in die kleinen Gässchen hineinziehen lässt. So richtig verlaufen kann man sich nämlich nicht. Oder anders ausgedrückt: Drinnen habe ich mich systematisch verlaufen, aber da sich im Süden der Fluss befindet und an allen drei anderen Seiten mehrspurige Autostraßen, merke ich sofort, wenn ich wieder einmal an eine der Chinatown-Grenzen gekommen bin.

Mein Einstieg in die Chinatown-Welt ist jedenfalls ziemlich perfekt. Ich komme aus Richtung Norden auf der Thanon Phlapphla Chai und bin im Handumdrehen in den dunkelsten, nassesten und intensivst duftenden Gässchen gelandet. Quasi im Hinterhof der Basarstraßen, wie ich später feststelle. Hier gibt es genau jene für uns leicht gewöhnungsbedürftigen Nahrungsmittel, die sagen wir mal das Restaurant Schanghai in der Böblinger FuZo nicht zu bieten hat. Wobei ich noch nicht einmal weiß, ob Böblingen überhaupt mit einer Fußgängerzone gesegnet ist.

Ich spreche hier von Seegurken, Haifischflossen und Vogelnestern. Diese drei Spezialitäten habe ich in Bangkoks Chinatown gefunden – und leider nicht vor Ort probiert, weil ich gerade vorher eine kräftige Laos-Suppe gegessen hatte. Ich muss zugeben, dass der akute Unwillen meines Körpers, mehr als zehn Mahlzeiten täglich zu sich zu nehmen, für die bescheidene Auswahl an Gerichten zuständig ist, die ich in Bangkok testen konnte. Mein Mini-Fazit ist also klar: das nächste Mal eindeutig länger bleiben.

Aber zurück zu den chinesischen Spezialitäten. Alle drei genannten Zutaten besitzen zwar eine Menge an Mineralstoffen, werden aber nicht aus geschmacklichen Gründen in eine Suppe gegeben, sondern wegen ihrer Textur. Ich sagte es glaube ich an anderer Stelle schon einmal, dass in der chinesischen Küche Geschmack und Textur als gleichwertig gelten. Seegurken, Haifischflossen und Vogelnester besitzen jeweils eine stark gelatinöse Konsistenz. Sie verdicken die entsprechende Suppe daher leicht, bleiben aber auch noch als halbfeste „Restbestandteile“ in ihr vorhanden. Gewöhnungsbedürftig allemal, aber beim nächsten Mal sollten diese Gerichte allein aus Neugier auf meinem Speiseplan stehen.

Etwas weniger exotisch mutet dagegen die Shrimprollen-Herstellung an, bei deren Produktionsprozess ich in der Gasse zuschauen konnte. Klickt einfach auf das Bild links, ich habe es relativ voluminös belassen, dann könnt Ihr die einzelnen Schritte auch nachvollziehen. Zunächst werden die rohen Shrimps von Hand gepult. Das machen die Frauen im Vordergrund. Danach kommen die Shrimps zum Kochen (oder Dämpfen) in den Metallkessel im Hintergrund. Gleichzeitig wird der Teig aus Reismehl und Wasser geknetet und ausgerollt. In diese Rollen wird nun die Shrimppaste gegeben, wobei ich nicht genau sehen konnte, was noch mit hineinkommt. Die fertigen Pakete werden rechts in einer Art Schrank noch ein wenig gepresst, bevor alles (im Hintergrund) mit Hilfe eines Ventilators getrocknet wird.

Diese kleinen Hersteller beliefern natürlich nicht nur den Nachbarstand, sondern eine größere Anzahl von Straßenständen und Restaurants. Da die innere Chinatown praktisch nur aus engsten Gässchen besteht, durch die kein Auto fahren kann, werden die Waren nach wie vor von Trägern nach draußen zum Verladen gebracht. Dasselbe gilt auf umgekehrtem Weg für die ungeheuren Mengen an Kitsch und Schnickes, den es in den touristengeeigneteren Gassen zu kaufen gibt. Die Lieferwagen parken vor dem Eingang zur Chinatown, und die Träger holen Plastiksandalen – wahrscheinlich 100% child-made, Tücher, Geldbörsen und Andenken ab, die sie in die einzelnen Geschäfte bringen.

Je näher ich dem Fluss komme, desto mehr fällt mir auf, dass fast alle Laden- und Hausbesitzer eilig damit beginnen, ihre Eingänge gegen die drohende Flut zu verschließen. Sandsäcke sind dabei die einfachste Methode, aber – ich habe mit ein paar Einheimischen sprechen können – die Befürchtung dabei ist natürlich, dass die Säcke keine wasserdichte Mauer bilden können. Also behilft man sich im Uhren- und Juweliersviertel mit verschraubten Rigipsplatten, die für mich auf den ersten Blick auch nicht wirklich wasserdicht aussehen. Wer konkretere Befürchtungen hat, greift auch zu Steinen und Mörtel. Allerdings dürften derartige Mauern beim Einreißen die meiste Arbeit verursachen.

Unten am Fluss sehe ich dann selbst, dass die Flut wirklich unmittelbar bevorsteht. Zwar sind 50 Zentimeter Wassertiefe nicht lebensbedrohlich, aber immerhin in der Lage, ein ganzes Stadtviertel völlig außer Gefecht zu setzen. Einige Autobesitzer hatten die gute Idee, ihre Autos auf ein erhöht liegendes Parkdeck am Fluss in Sicherheit zu bringen. Mittlerweile hat das Wasser aber die Auffahrt überflutet, und so stehen die Autos unbewegbar auf einer Art Insel im Fluss.

Die Pendler, die an der Schiffsanlegestelle Ratchawang warten, scheinen davon kaum aus dem Gleichgewicht zu geraten. Die Fische zu füttern, während man auf die einzige noch in Betrieb gebliebene Flussfähre wartet, ist jedenfalls weiterhin der beliebteste Zeitvertreib.

Auf dem Rückweg zu meiner Unterkunft kaufe ich an einem Stand noch den chinesischen Kalender für das Jahr 2012, das ein Hasen-Jahr sein wird. Die Verkäuferin ist ziemlich verblüfft, was ich denn mit einem solchen Kalender anfangen möchte. Aber ich hatte mir schon die letzten Jahre einen ähnlichen Kalender bei Tang Frères in Paris besorgt, weil er sich doch ganz schmuck an der Wand hinter dem Schreibtisch macht. Die Beschriftung gibt mir natürlich Rätsel auf, denn sie besteht aus den chinesischen Tierkreiszeichen, darüber hinaus aber auch aus verschiedenen Zahlen, Buchstaben und Zeichen. Ich hatte einmal einen China-Experten gefragt, was es damit auf sich hat. Er meinte, dass die allermeisten „modernen“ Chinesen in China heutzutage die ganzen Zeichen gar nicht mehr deuten könnten. Diese Zeichen hätten viel mit altchinesischer Mythologie zu tun, auch die Glückszahlen würden nur für bestimmte Zusammenhänge gelten. Deshalb fänden diese Kalender ihre Verbreitung in erster Linie in den konservativeren Kreisen der Auslandschinesen, denen die Symbolik noch vertraut sei.

Für mich ist jedenfalls der Aufenthalt in Bangkok zu Ende. Es war natürlich viel zu kurz und mit einem Wort: großartig. Allerdings gebe ich gern zu, dass ich mir „mein“ Bangkok herausgepickt habe. All das Enervierende und Deprimierende, das Bangkok auch an sich haben kann, ist deshalb bei meinen Erlebnissen bewusst zu kurz gekommen. Wenn man an der Skytrain-Station Sala Daeng auf den nächsten Zug wartet und dabei aus der Vogelperspektive auf die Patpong-Gassen blicken kann, lässt sich dieses andere Bangkok ziemlich gut erahnen. Ich bin mir dessen bewusst, dass Bangkok eine Stadt mit und zwischen allen gesellschaftlichen Welten ist. Kulinarisch hingegen kann man fast gar nichts falsch machen. Nur richtig und noch richtiger und noch richtiger. Da ist Bangkok in seiner Vielfalt und Allverfügbarkeit wahrscheinlich eine der wirklichen Weltmetropolen. Deshalb vermisse ich die Straßenstände jetzt schon, kurz nach meiner Rückkehr. Und deshalb werde ich auch wiederkommen, vermutlich schon in zwei Monaten. Bis dahin wird es wenigstens noch ein bis zwei Nachschlag-Artikel auf meinem Blog geben, denn den Getränken habe ich mich offenbar noch gar nicht richtig gewidmet.

Was mich jetzt aber doch noch brennend interessieren würde: Hat jemand von Euch schon einmal Seegurken, Haifischflossen oder Vogelnester zu sich genommen. Und falls ja, wie war das Erlebnis?

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Food, Unterwegs abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

18 Antworten zu Bangkok step five: Chinatown

  1. utecht schreibt:

    Ja, eben dort aß ich von Haifischflossen und war irritiert von der in einer Suppe kaum handhabbaren Konsistenz. Weich und zäh zugleich – auf jeden Fall hartnäckig.
    Und das Jahr des Hasen ist doch schon in vollem Gange, oder?

    • chezmatze schreibt:

      Aber klar doch, ich Schussel! 2011 Hase, 2012 Drache. Darf ich mir Haifischflossen dann wie diese weichen Maoam-Vorläufer vorstellen? Du weißt, diese weißen, quadratischen Kaubonbons mit Kirsch, Orange und so weiter.

      • utecht schreibt:

        Kein schlechter Vergleich! Allerdings ohne Aroma 😉
        Und political correctness ist beim Essen in SEA eher unsinnig und wenig sinnlich…
        Ich werde Anfang nächsten Jahres in Guangzhou weilen – man munkelt, dort wird alles gegessen, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist. Und der Rest wird eben runtergeschüttelt.

      • chezmatze schreibt:

        Naja, übertrieben pc ist ja meine Sache auch nicht. Radikalismen jedwelcher Art (und zu denen zähle ich übermäßige Korrektheit auch) habe ich im Erwachsenenalter peu à peu abgelegt. Deshalb wird es auf meinem Blog auch immer mehr Neugier als Sittenfestigkeit geben. Einmal Haifischflosse zu essen oder in Guangzhou alles andere, was einem so angeboten wird – na klar, das richtet die Welt nicht zugrunde. Neugier bildet ja auch ungemein. Aber ich finde, dass es schon zum Gesamtansatz passt, wenn man über bestimmte Praktiken auch ernste Worte verliert. Das ist halt das Problem mit dem Baum der Erkenntnis: Einmal genascht, weißt du nicht mehr, wie du zur vorurteilsfreien Naivität wieder zurückkommst…

  2. cedric fischer schreibt:

    Ich muss sofort nach Bangkok … !!!!!

    • chezmatze schreibt:

      Hab ich auch gleich gedacht, als ich wieder in Frankfurt gelandet war ;). Obwohl es im Moment ja auch wirklich schön hier ist mit den ganzen Herbstfarben. Und die Flutprobleme in Bangkok (und besonders in der Umgebung) dürften noch ein paar Wochen anhalten…

  3. Alfred schreibt:

    Hallo Matthias,
    Haifischflossen werde ich nie essen, weil ich Berichte kenne, nach denen sie auf grauenhafte und tierquälende Weise gewonnen werden. Aber die Seegurke und das Vogelnest kenne ich. Als Tim Raue noch das Ma in Berlin führte, gab es einen Gang mit der Seegurke. Frau Raue war mit uns einer Meinung als sie sagte: „Weiß auch nicht, was mein Mann daran findet.“ Das Vogelnest war in einer Experimentierphase zum Dessert und Tim Raue ließ es uns nach dem (sehr schönen) Menü noch testen. Ja, ganz interessant, aber es hatte mehr haptische als geschmackliche Reize. Krank hat uns weder das eine noch das andere gemacht.
    Beste Grüße
    Alfredo

    • chezmatze schreibt:

      Hallo Alfred,

      ich hatte wohl auch schon gelesen, dass Haifischflossen bedenklich sein sollen, war aber davon ausgegangen, dass es um nicht-nachhaltige Fischwirtschaft ging. In jedem Fall nicht schön. Bevor ich so etwas esse, werde ich jetzt jedenfalls noch mal recherchieren, ob (und wo) es „alternativ“ gewonnene Haifischflossen gibt. Wobei alternativ eigentlich Quatsch ist, denn normal sollte es sein, dem Fisch erst nach seinem Ableben die Flosse zu entnehmen. Die EU hatte vor Jahren in dieser Hinsicht schon mal einen Vorstoß geplant, aber ich bin mir nicht sicher, was daraus geworden ist.

      Seegurke habe ich auch schon einmal gegessen. Sie stand als „Trepang“ auf der Karte, weshalb ich nicht wusste, was mich erwartet. Erst dachte ich, es würde sich um Fettgewebe handeln, dann bin ich gedanklich übergeschwenkt zu Pflanzlichem, aber schließlich habe ich an dem leichten Fischgeschmack gemerkt, dass es ein Meeresprodukt ist. Die Zubereitung muss enorm langwierig sein, aber Tim Raue hat es sich ja noch nie leicht gemacht. Wie ist eigentlich sein neues Restaurant?

      • katha schreibt:

        schön, dass du wieder gut gelandet bist. raues neues lokal ist schön, großzügig und für diese art von küche sehr entspannt. ich mag ja seinen stil wegen der asiatischen einflüsse ganz besonders gerne.

  4. jens schreibt:

    Bangkok muss man als „Gesamtkunstwerk“ verstehen. Dazu gehört leider Patpong, oder vielleicht auch gerade Patpong. Die Stadt ist mit unseren westlichen Vorstellungen und schon gar nicht mit unseren westlichen Moralvorstellungen zu greifen. Der Kontrast zwischen den Tempeln auf der einen Seite und dem Chaos in den Straßen auf der anderen Seite ist auch nicht „normal“. Bangkok polarisiert sicherlich, ist aber gerade so interessant und auf eine Art absolut liebenswert!

    • chezmatze schreibt:

      Und inspirierend! Das ist eigentlich eine der Zuschreibungen, die mir bei meinem Bangkok-Aufenthalt am meisten durch den Kopf geschossen ist. Dynamik ist Inspiration. Deshalb bin ich auch auf den Vergleich mit Istanbul gekommen. Von all den Städten, in denen ich im letzten Jahr war, hatte Istanbul die meiste Ähnlichkeit mit Bangkok (wenn natürlich auch im Detail völlig anders).

      Lissabon war wunderbar, und auch in deutschen Städten kann man gar nicht so schlecht leben. Aber dieser Schwung, dieser Pep – natürlich auch der Altersstruktur geschuldet – das kennt man von Mitteleuropa gar nicht mehr. Also erstmal auf jeden Zug aufzuspringen oder gar einen zu bauen – selbst wenn er dann in eine andere Richtung fährt als gedacht.

      Ich möchte nicht immer an solchen Orten leben. Gerade weil ich auch gemerkt habe, dass man da später im Alter abgehängt werden kann. Als älterer oder behinderter Mensch in Bangkok? Keine Bürgersteige, keine Fahrstühle, alles eng, holperig, alles rast an dir vorbei, keine erquickliche Vorstellung. Gut, der Rückzug ins Private geht natürlich, aber man hätte dann immer das Gefühl, an etwas ganz Wichtigem nicht teilzuhaben. Hier habe ich nicht das Gefühl, groß etwas zu verpassen, wenn ich mal ein Jahr nicht da war. Ist irgendwie bezeichnend. Interessant, dass ich das einstmals tonangebende, weltbeherrschende und dynamische Europa mittlerweile als „gemütlichen Rückzugsraum“ begreifen würde.

  5. Ralf schreibt:

    Hallo Matze,

    ich kann zwar weder mit Seegurke, Haifischflossen oder Vogelnest dienen – aber Quallen (gibts getrocknet in Streifen) finde ich zubereitet ähnlich einem glasnudelsalat recht apart. 😉

    • chezmatze schreibt:

      Das finde ich auch! Ich bestelle Quallensalat sehr gern, wenn’s den auf der Speisekarte gibt. In Paris im 13. Arrondissement ist das ja in sehr vielen Restaurants der Fall, aber in Charlottenburgs Mini-Chinatown auf der Kantstraße habe ich ihn auch schon gegessen. Ich finde es interessant, dass die Assoziation, die man zunächst damit hat, ganz anders ist als der tatsächliche Geschmack (und die tatsächliche Textur). Die meisten Leute gruselt’s beim Wort „Qualle“, aber unbewusst würde ihnen der Quallensalat bestimmt schmecken, oder?

      • jens schreibt:

        Quallensalat habe ich das erste mal in Hongkonk gegessen und habe es nicht gewußt. Wir waren damals mit mehreren Chinesen auswärts essen und ich habe einfach von allem probiert, was auf dem Tisch stand. Nachher habe ich dann irgendwie erfahren, was ich da gegessen habe. Ich habe es wieder bestellt, weil es einfach gut war.

        Seeigel würde auch erst mal keiner essen. Hat man es dann aber einmal gemacht,ist das alles halb so wild und geht beim nächsten mal anders an die Sache ran.

        Apropos Igel. Als ich gerade nach Hause kam saß ein kleiner vor meiner Tür und der hat erst mal ne Portion Katzenfutter bekommen. Der war süß!

        Jens

      • chezmatze schreibt:

        Ja, Igel sind schon sehr nett. Manchmal ein wenig flohreich, aber okay ;). Was mir in dem Zusammenhang in Bangkok auch extrem aufgefallen ist: Die „Straßentiere“ werden, wie soll ich das ausdrücken, regelmäßig betreut und gefüttert. An den Straßenständen in meiner Straße stand abends immer ein Napf für die (allerdings nicht extrem zahlreichen) Straßenhunde, Katzen werden sowieso gefüttert, aber auch im Park sind eigentlich alle Leute wenn nicht mit Joggen dann mit dem Füttern von Fischen, Tauben, Reihern, Schildkröten, eigentlich allem beschäftigt. Ich weiß nicht, ob das jetzt ein besonderes Merkmal des Buddhismus ist, aber in Bangkok ist mir das besonders stark aufgefallen.

        Wobei… In Istanbul gab es auch in meinem wirklich ziemlich armen Viertel neben fast jeder Haustür ein ausgeschnittenes Teppichstück, auf dem die Straßenkatzen nach der Speisung lagern konnten. Mit anderen Worten: Freundliche Menschen gibt’s überall.

  6. Charlie schreibt:

    Füttern sie auch die Warane?

  7. Ralf schreibt:

    Hallo Charlie,

    ob die Warane auch gefüttert werden? Vermutlich ja!
    In ländlichen Gegenden mit Flussufer/See füttert man Warane gerne an und bietet Unterschlupf aus Gestrüpp, um diese in der Nähe der Behausung zu wissen – die Warane sollen ganz gute Rattenvertilger sein 😉

    • chezmatze schreibt:

      Ich habe da so eine gute Stunde gesessen, und der Waran ist ein paar mal vorbeigeschwommen gekommen. Gefüttert hat ihn niemand (auch der Parkwächter nicht), aber die Leute hatten ja auch nur Brot und trockenes Fischfutter dabei. Ich glaube, darauf stehen Warane nicht so 😉

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s