Der Jahrgang 2010 in Frankreich

Der Sommer scheint allmählich da zu sein. Die ersten von Euch werden sich vielleicht sogar in der nächsten Zeit schon zum Sommerurlaub aufmachen. Und warum nicht dieses Jahr mal nach Frankreich? Gut, da wart Ihr die letzten 20 Jahre schon, aber Kontinuität hat ja auch gewisse Vorteile. Während bei unseren westlichen Nachbarn langsam der Jahrgang 2010 auf die Verkaufstische kommt, nimmt die RVF es mit der Kontinuität genauso ernst. Wie jedes Jahr Anfang Juni, ist mittlerweile der Jahrgangs-Guide 2010 in Zeitschriftenform herausgekommen. Ich werde Euch also hier die Situation in den einzelnen Anbaugebieten vorstellen – und jeweils ein paar besonders gelungene Weine.

Ich freue mich jedes Jahr auf diese Ausgabe, denn die Weinguides in Buchform, der „Guide Vert„, der „Bettane & Desseauve„, der „Guide Hachette“ oder der „Gault Millau“ kommen jedes Jahr erst um die Rentrée herum auf den Markt, also Anfang September. Natürlich ist das für ein Buch auch wesentlich vernünftiger, denn die meisten der größeren Weine des Jahrgangs 2010 sind jetzt im Juni noch nicht abgefüllt. Aber die Tester, das übliche Team der RVF, hat für diese Zeitschriftenausgabe wieder einmal über 10.000 Weine getestet – und viele Ergebnisse finden sich später im „Guide Vert“ wieder.

In einem Satz oder gar einem Wort zu beschreiben, wie der Jahrgang 2010 in Frankreich denn nun gewesen ist, erscheint unmöglich. Zu groß ist das Land, zu unterschiedlich die Bedingungen. Von der Champagne bis ins Baskenland, vom Elsass bis nach Korsika, das sind einfach Dimensionen, die nur ganz selten ein vernünftiges Gesamturteil zulassen. Ich werde mich beim Vorstellen der einzelnen Regionen an die Reihenfolge der Autoren halten, die irgendwann einmal festgelegt wurde und jetzt in Stein gemeißelt erscheint. In den Fällen, in denen die Winzer die Preise schon bekannt gegeben haben, habe ich sie in Klammern hinzugefügt. Alle Weine sind als „réussites exceptionelles“ eingestuft worden. Ich versuche dabei, immer mindestens einen „kleineren Wein“ aufzuführen, denn die Grands Crus aus 2010 werden wir alle in diesem Sommer nicht trinken wollen. Ich habe vor alle Weißweine ein „w“ und vor alle Rotweine ein „r“ gesetzt zwecks besserer Orientierung.

Elsass

Welch ein Unterschied zum Vorgängerjahrgang 2009, der im Elsass gelegentlich schon mal für etwas zu mollige Weine gesorgt hatte. 2010 war kalt und bis in den August hinein auch nass. Wer spät geerntet hat, konnte neben den obligatorischen hohen Säurewerten aber viel Zucker in den Trauben einfahren. Die Erträge lagen allerdings 30% unter denen des Vorjahres. Ergebnis (wie auch in Deutschland): extrem heterogen, die kleinen Weine sehr klein, die Weine mit Ausdauer zum Teil sehr gut, besonders Riesling und Pinot Gris.

  • w Riesling Grand Cru Sommerberg, Albert Boxler: „pur wie Felswasser, magisch“
  • w Riesling Grand Cru Schlossberg, Albert Mann: „perfekte Reife, meisterhaft“
  • w Pinot Gris Grand Cru Brand, Josmeyer: „trocken wirkend, großes Terroir“
  • w Gewürztraminer Grand Cru Eichberg, Paul Ginglinger (15 €): „fein und lang“
  • w Riesling Distelberg, Agathe Bursin (9,90 €): „mineralisch, spannend, salzig“

Bordeaux

Schon wieder ein guter Jahrgang in Bordeaux, vielleicht sogar noch besser, noch mächtiger, noch teurer als alles, was es bislang gab. 2009 war aber in erster Linie opulent und reichhaltig, 2010 hat durch höhere Säurewerte und stärkere Tannine eher das Zeug, ein echter Klassiker zu werden. Drei Probleme gibt es dabei allerdings: die Üppigkeit (die Alkoholwerte gehen gelegentlich auf die 15 vol% zu), die zu erwartende enorm lange Zeit des Reifens und natürlich die Preise. Am besten – weil ausgewogensten – hatten es 2010 die Cabernets im Médoc, aber auch die Weißen sind in diesem Jahr nicht zu verachten. Hier zunächst die drei top-bewerteten Châteaux aus der Primeurprobe, dazu zwei etwas „preisgünstigere“ Alternativen. Dann fünf Tipps kleinerer Weine.

  • r Cheval Blanc, Saint-Emilion, 20 Punkte
  • r Lafite-Rothschild, Pauillac, 20 Punkte
  • r Margaux, Margaux, 20 Punkte
  • r Pontet-Canet, Pauillac, 19,5-20 Punkte
  • r Pichon-Longueville Baron, Pauillac, 19-19,5 Punkte
  • r Bel-Air La Royère, Blaye (20 €): „elegante Tannine, reichhaltig, noch lagern“
  • r Labégorce, Margaux (30 €): „zart und elegant, ein klassischer Margaux“
  • r Lilian Ladouys, Saint-Estèphe (16 €): „präzise, rassig, schmeichelnd“
  • r Puygueraud „George“, Francs Côtes de Bordeaux: „ausgewogen, fruchtig, frisch“
  • r Sénéjac, Haut-Médoc (15 €): „die Offenbarung des Jahres, zugänglich, deliziös“

Burgund

Das Burgund ist vielleicht der große Gewinner des Jahrgangs. Nachdem die Blütezeit mit vielen Schwierigkeiten verbunden war, hat schließlich die Septembersonne die dieses Jahr besonders kleinbeerigen Trauben gerettet. Die Roten stehen dabei besser da als die Weißen, und beide haben mit einer gewissen Heterogenität zu kämpfen, aber alles andere wäre nicht typisch Burgund. Gleichzeitig frisch und fleischig, scheinen sich da bei den guten Winzern große Weine anzukündigen. Da die großen Weine noch nicht gefüllt sind, mache ich es wie bei Bordeaux: erst ein paar Spitzen, dann ein paar kleinere.

  • w Chablis Grand Cru Les Clos, Jean-Marc Brocard (33 €): „reich, magistral“
  • r Richebourg Grand Cru, Méo-Camuzet: „sehr groß, ernsthaft, den Namen wert“
  • r Musigny Grand Cru, Vougeraie: „meisterhaft, nobelste Interpretation, delikat“
  • r Chambertin Grand Cru, Trapet (130 €): „optimale Reife, zivilisiert, langlebig“
  • r Clos des Lambrays Grand Cru, Lambrays: „einer der schönsten, dicht, luftig“
  • w Chablis Vaillons „Guy Moreau“, Christian Moreau (17 €): „intensiv, komplex“
  • r Beaune Clos des Mouches, Chanson: „präzise Frucht, dicht, rassig, großer Wein“
  • w Meursault Perrières, Ballot-Minot (44,20 €): „einer der besten Weine 2010“
  • r Nuits-St-Georges Pruliers, David Duband (40 €): „seidig, rassig, ein Must“
  • r Brouilly „Combiaty“, Manoir du Carra (9,50 €): „brutale Persönlichkeit, Felsen“

Champagne

Aus der Champagne gibt es nicht viel Gutes zu berichten: der Jahrgang 2010 war schlimm. Erst die Trockenheit, dann untergegangen in Regenmassen, viel verfault, geringe Erntemengen. Besonders der Pinot Noir hat darunter gelitten, der Chardonnay trotzte dem Unbill der Natur vergleichsweise besser. Dennoch wird kaum ein Haus einen Jahrgangschampagner anbieten. In einer Cuvée mit den beiden Vorgängerjahren wird man den 2010er dennoch unterbringen können.

Korsika

Auch auf der Mittelmeerinsel lief im Jahrgang 2010 nicht viel nach Wunsch. Die Roten sind häufig schwachbrüstig und dünnflüssig, nur eine extrem späte Ernte und viel Aussortieren konnte hier helfen. Den Weißen erging es ein wenig besser, kein Spitzenjahrgang zwar, aber immer durchaus solide und ausgewogen.

  • r Sartène „Lion de Roccapina“, Pero Longo (11 €): „elegant, exzellenter Kauf“
  • r Ajaccio „Granit“, Vaccelli (25 €): „starke Mineralität, sehr ausgewogen“
  • w Patrimonio „Carco“, Antoine Arena (17 €): „harmonisch, fein, geradeaus“
  • w Patrimonio „Sarah“, Giacometti (8,40 €): „füllig, lang, muss sich einbinden“

Jura und Savoyen

Das Jahr 2010 gestaltete sich auch in den Westalpen ein wenig schwierig. Hin und her ging es, Kälte, Hitze, Nässe, Trockenheit, zum Glück alles beschlossen durch einen warmen und trockenen September. Die Weißweine dürften insgesamt die Nase vorn haben, weniger üppig als 2009, dafür aber frischer und spannender. Bei den Roten kann man sich über die schöne Frucht freuen, die Materie ist hingegen weniger dicht, alles eher für Freunde des Rustikalen.

  • w Arbois Pupillin Chardonnay, Désiré Petit (9 €): „wie ein kleiner Coche-Dury“
  • r Côtes du Jura Trousseau, Benoît Badoz (8,90 €): „würzig, Wein für die Dame“

Languedoc

Das Languedoc litt im Jahrgang 2010 unter ganz anderen Problemen als der Norden. Hier herrschten extreme Trockenheit und Hitze, ausgeglichen nur durch die kühlen, sternenklaren Nächte. Einen Vorteil hatte das windige Wüstenwetter immerhin: die Trauben hatten keinerlei Krankheiten zu befürchten. Die Weißen kamen mit diesen Bedingungen am besten zurecht, aber auch die Roten präsentieren sich relativ ausgeglichen. Kein Jahrgang zum Frohlocken, aber auch keiner zum Ärgern.

  • r Fitou „La Tina“, Champ des Sœurs (13 €): „floral, knackig, expressiv“
  • r Montpeyroux „Le Clos“, Aupilhac: „intensiv, säurereich, vital und glitzernd“
  • r Terrasses du Larzac „La Traversée“, Gavin Crisfield (30 €): „zart, nachhaltig“
  • r Terrasses du Larzac, Mas Jullien (25 €): „reiche Frucht, Länge, großer Wein“
  • w Languedoc „Manon“, Clos Marie (17 €): „Akaziennoten, klar, kristallin“

Loire

Auch an der Loire mussten die Winzer ziemlich kämpfen, und zwar um Reife. Bis zum September war das Klima kalt und trocken. Dann kam der große Regen, die Säure blieb in den Trauben, und wer zu früh erntete, wirft jetzt die vegetalen Weinchen auf den Markt, für die die Loire lange Jahre berüchtigt war. Die besten Weine präsentieren sich allerdings deutlich anders, ausgewogen, delikat und sehr haltbar. Keine neuen Wahrheiten allerdings.

  • r Chinon „Beaulieu“, Patrick Corbineau (16 €): „zugänglich, großzügig, köstlich“
  • r Anjou-Brissac „Rocca Negra“, Bablut (10,90 €): „fein, seidig, besser als 2009“
  • r Sancerre „Vendange Entière“, Vincent Pinard (30 €): „großes, graziles Monster“
  • w Montlouis „Bournais“, François Chidaine (19 €): „delikat, mineralisch, superb“
  • w Saumur „L’Insolite“, Roches Neuves (17 €): „fest und pur, schon wieder besser“

Provence

Kein großes Jahr für die Provence, und verantwortlich dafür war der große Regen Anfang September. Die besseren Winzer warteten danach lange und geduldig auf die Ernte, eine der spätesten überhaupt. Insgesamt sind alle Farben in der Provence eher leicht, säurereich und fruchtig geworden. Man sollte die meisten jung trinken. Der niedrigere Alkoholgehalt kommt besonders den Roten aus Bandol zugute, wo man ansonsten ja häufiger mit zu verbrannt wirkenden Weinen zu kämpfen hat.

  • r Bandol, Jean-Pierre Gaussen: „reif, schmackhaft, komplex, ein großer Erfolg“
  • r Bandol, Pradeaux (25 €): „feinwürzig, pfeffrig, präsente Tannine, großartig“
  • r VdP Bouches du Rhône, Trévallon (50 €): „strahlend und reif, feiner als 2009“
  • w Coteaux d’Aix „Grand Blanc“, Revelette (20 €): „generös, großes Potenzial“
  • w Les Baux „Astérie“, Lauzières (18 €): „die stärkste Persönlichkeit der Probe“

Rhône

Die Rhône hat gut lachen, im Norden wie im Süden, in Weiß wie in Rot. Milde Temperaturen im Süden bei niedrigen Erträgen, späte Ernte im Norden, aber wie so oft war es ein Jahr, das die Winzer zu ihren Gunsten nutzen oder vergeuden konnten. Richtig schlechte Weine wird es wahrscheinlich kaum geben. Wer seine Weinberge nicht nach Süden ausgerichtet hat oder in der kühleren Höhe lag, konnte sogar auf einen echten Spitzenjahrgang zurückblicken. Wegen der Fülle guter Weine trenne ich hier den Norden und den Süden.

  • w Condrieu „De Poncins“, Vaillard: „deliziös, würziger und zugänglicher als 2009“
  • w St-Joseph „Les Granits“, Chapoutier: „chic und fein, der beste Marsanne 2010“
  • r Cornas „Vieilles Vignes“, Alain Voge (32 €): „bester Wein von hier seit Jahren“
  • r Côte-Rôtie „Grandes Places“, Monteillet (75 €): „kraftvoll, intensiv, Phänomen“
  • r Hermitage „Le Pavillon“, Chapoutier (150 €): „der Überflieger der Degustation“
  • w Vacqueyras „Minéral“, Montirius (20 €): „Fenchelnoten, pur, wie gemeißelt“
  • r Vacqueyras, Tours (17 €): „floral, wunderbarer Wein, einmalig“
  • r Beaumes-de-Venise „Terres Jaunes“, Ferme St-Martin (9 €): „groß, ein Must“
  • r Châteauneuf „Centenaire“, Les Cailloux: „intensiv, mineralisch, persistent“
  • r Châteauneuf, Bois de Boursan (18,50 €): „ein wahres Modell eines Châteauneuf“

Roussillon

Sprach man früher immer nur abschätzig vom „Midi“ als der heißen Region dürftiger Weine, werden mittlerweile bei der Analyse sogar Languedoc und Roussillon voneinander getrennt. Die klimatischen Bedingungen ähnelten jedoch denjenigen des Languedoc: ein trocken-kalter Winter und kein Tropfen Regen zwischen Mitte Mai und der Ernte. Der Wasserstress blockierte gelegentlich die Ausreifung der Trauben. Die Roten wurden durch die Kleinbeerigkeit ziemlich konzentriert, die Weißen bewahrten sich die Frische dank der kühlen Nächte. Soweit okay also für die Roten, die Weißen mit gewissen Vorteilen. Die einzig bedenkliche Entwicklung im Roussillon: Die besten Winzer kehren den AOCs zunehmend den Rücken zu.

  • r Collioure „Dog Strangler“, Consolation (28 €): „dicht, lang, mit echter Eleganz“
  • r IGP Côtes Catalanes „Calcinaires“, Gauby: „der Kleinste ist diesmal der Größte“
  • w IGP Côtes Catalanes „Coume Gineste“, Gauby: „nuanciert, komplex, schlank“
  • w IGP Côtes Catalanes „L’Oca“, Roc des Anges (38 €): „pur, bewundernswert“

Südwesten

Der Südwesten ist die Region, die noch viel zu wenig wahrgenommen wird, ist sie doch in der Lage, Bordeaux-Freunden genau die Weine zu liefern, die das Bordelais in weiten Teilen nicht mehr produzieren mag: saftig, frisch, herzhaft, ein bisschen rustikal beizeiten, aber oft mit einem großartigen Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Winter 2009/2010 war überraschend hart im Südwesten, auch im Frühjahr taten sich die Reben noch sehr schwer. Im Bergerac konnten die Trauben später von ähnlichen Bedingungen wie in Bordeaux profitieren, anderswo wurden in diesem Jahrgang eher milde und leicht zu konsumierende Weine produziert. Nur die Süßweine scheinen exzellent zu werden.

  • r Cahors „Prestige“, Haut-Montplaisir (10,50 €): „reif, fleischig, exzellent“
  • r Madiran „Haute-Tradition“, Berthoumieu (8 €): „expressiv, frisch, komplett“
  • r Côtes de Duras „Céleste“, Petit Malromé (6 €): „reif, knackig, unwiderstehlich“
  • ws Jurançon „Magendia“, Clos Lapeyre (16 €): „vibrierende Säure, begeisternd“
  • ws Jurançon, Vigneau la Juscle (27 €): „Botrytis, extraordinär, Meditationswein“

Und damit sind wir durch mit unserer kleinen Frankreichreise. Auch wenn es nur eine dröge Liste zu sein scheint, mir sind beim Schreiben sofort wieder ferienhafte Gedanken gekommen. Damit bleibt mir nur, Euch „bon voyage“ zu wünschen, falls Ihr demnächst losfahrt. Solltet Ihr einen tollen kleinen Wein entdeckt haben, den niemand kennt, würde ich mich über eine Nachricht sehr freuen. Ich werde jedenfalls mein persönliches Weinpreis-Niveau im Sommer auch ein bisschen herunterfahren, denn bei 30 Grad schmecken mir die jungen, frischen Weine allemal besser als die komplexen Kaventsmänner.

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6 Antworten zu Der Jahrgang 2010 in Frankreich

  1. Steffen schreibt:

    Großartiger Artikel! Vielen Dank dafür. Das ist alles andere als eine dröge Liste, für mich jedenfalls. Der Guide Vert aus dem letzten Jahr ist meine aktuelle Lieblingslektüre, daher kann ich in etwa ermessen, was für ein Aufwand dahinter steckt. Klasse auch, dass Du die „Randgebiete“, Korsika, Jura/Savoyen nicht
    auslässt.
    Herzliche Grüße
    Steffen

    • chezmatze schreibt:

      Freut mich, dass Dir der Artikel gefällt. Ich bin sowieso ein großer Freund der Regionalweine, wegen der interessanten Charaktere und der selteneren Rebsorten. Aus Savoyen gab es per Definition leider keine „réussites exceptionelles“, sondern nur „grandes réussites“, die Stufe darunter. Deshalb habe ich keinen Wein einzeln aufgeführt, was mir hinterher wieder ein wenig Leid tat. Coup de Cœur ist hier die Domaine Pascal & Annick Quénard, Geschwister übrigens. Die Weine hatten mir bei der kleinen Savoie-Probe neulich (https://chezmatze.wordpress.com/2011/03/14/weinprobe-alpenweine-aus-savoyen/) schon sehr gut gefallen, der Chignin-Bergeron „Sous les Amandiers“ ist auch 2010 Gebietsspitze (9 € ab Hof).

  2. eline schreibt:

    Fuer mich ist das auch keine droege Liste, sondern ein exzellenter Crashkurs. Denn i. G. zu Kochbuechern hasse ich Wein-Fueher, -Listen , -Statistiken. Und damit ich trotz allem Vertrauen in meinen Sommelier H. auch ein bisschen was weiss, lerne ich gerne im Schnellverfahren bei Chezmatze, Marquee und Christoph (ich bezeichne euch immer als „Winegang“, wenn ich H. von euren Blogs erzaehle.

    • chezmatze schreibt:

      Hihi, Grüße an Sommelier H. Was an Weinen auf Deinem Blog zu finden ist, macht mir jedes Mal Appetit. Damit das Zwischenverwursten von Listen so bleibt, habe ich mir kürzlich semi-antiquarisch den „Vinfox 2009“ für sehr kleines Geld gekauft. 756 Seiten und ausschließlich Tabellen. Dafür weiß ich jetzt, wo ich eventuell den Completer von Gian Battista von Tscharner bekommen könnte (den ich liebend gern hätte) und wie viele Punkte der Wine Spectator dem Margaux 1926 gegeben hat…

      Demnächst (denn die Winegang lernt sehr gern immer dazu) werde ich die sensationelle Entdeckung von Christoph probieren, den „Clau de Nell“ 2003 von der Loire.

  3. Mia schreibt:

    Wow, toller Artikel…vielleicht komme ich so endlich ein bisschen hinter das Geheimnis französische Weine 🙂 Bisher halte ich es mit meinem Vater (da ich immer für alle Freunde und Bekannten Wein in Frankreich kaufen muss und ehrlich gesagt nicht wirklich Ahnung habe 😉 aber psst ): Ich schau welcher Wein ne Medaille gewonnen hat oder ne Banderole mit Guide XYZ und dazu noch im Preis sehr gut ist und schwupp kaufe ich ne Kiste davon und bringe den mit, so verfahre ich bis der Kofferraum voll ist…bisher haben sich alle gefreut und erzählen immer von dem tollen Wein, den ich kaufe *ja,jalach*

    • chezmatze schreibt:

      Hallo Mia, willkommen unter den aktiv Kommentierenden 😉 Sorry, dass ich erst jetzt zum Antworten komme, war ein paar Tage verreist. Ich habe zu Anfang beim Weineinkauf in Frankreich auch immer auf zwei Sachen geachtet: den Guide Hachette (den gab’s damals noch auf Deutsch) und die Medaillen vom Concours in Paris. Sind beides auch keine schrottigen Dinge wie manch andere Auszeichnungen, die ich an dieser Stelle nicht nennen möchte. Aber bei beiden gibt es eine große Anzahl an Testern, die dann ihre Preise gemäß Mittelwert vergeben. Das bedeutet in der Regel, dass es zwar Weine sind, die den meisten Leuten gefallen. Aber eben nicht solche, die viel kontroversen Charakter besitzen. Letztere Weine zu finden, scheint mir bei Leuten, die sich wirklich für Wein interessieren, irgendwie immer die nächste Stufe zu sein. So strebt halt jeder zu seinem eigenen Nirvana 😉

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