Fish & Chips

Was ist das englischste aller englischen Essen, angeboten in unzähligen Imbissbuden und „Fish Bars“? Okay, rhetorische Frage, steht ja schon in der Überschrift. Gestern hatte ich zum ersten Mal in diesem Jahr das Vergnügen, und ausgesucht hatten wir uns keine geringere Bude als das berühmte, „award winning“ Winston’s in Weston-super-Mare. Von nun an werdet Ihr einen Monat lang an meinen kulinarischen Eskapaden in diesem sehr unglamourösen Seebad westlich von Bristol teilhaben können. Aber zurück zum Fisch:

Halt, doch nicht, erst noch zu den Chips: „Chips“ bedeutet hier „Pommes Frites“. Was bei uns „Chips“ heißt, nennen die Engländer „Crisps“. Ganz einfach.

Jetzt aber zum Fisch: Die beiden klassischen Sorten sind „Cod“ (Kabeljau) und „Haddock“ (Schellfisch). Dann gibt’s bei Winston’s noch „Plaice“ (Scholle), „Skate“ (Rochen) und „Halibut“ (Heilbutt). Mag sein, dass die anderen Fische wertvoller sind, aber ich bevorzuge doch den guten, alten Käpt’n Haddock.

Wenn dann der panierte Fisch gebracht wird, sollte man auf keinen Fall den Fehler machen zu glauben, dass das Essen jetzt schon fertig ist. Ich weiß nicht, ob es überall so ist, aber jedenfalls überall dort, wo ich bislang Fish & Chips gegessen hatte, waren sowohl Fischpanade als auch Chips gänzlich ungewürzt. Gut für alle Freunde salzfreier Trennkost, nichts für den verwöhnten Gaumen. Es gilt also erst einmal, mit großer Verve Pfeffer- und Salzstreuer zu schütteln, dann (zumindest als echter Engländer) noch jede Menge Essig über den Fisch zu kippen und schließlich aus der Batterie an Fertigsoßen diejenige auszuwählen, die dem persönlichen Geschmack am nähesten kommt. Die meisten schwören auf die HP Brown Sauce, ich nehme lieber Tartare. Ein beliebter Begleiter zu Fish & Chips sind übrigens „Mushy Peas“, eine Art Erbspüree.

Nur falls es sich nicht so angehört haben sollte: Ich werde auf jeden Fall noch einige Male Fish & Chips essen, das nächste Mal dann bei der „Atlantic Fish Bar“, der anderen preisgekrönten Bude hier in Weston.

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