Biertest 1: Uerige Alt & Noire de Slack

Zwei Biere stehen heute auf dem Programm. Das erste ist der Prototyp des handwerklichen Altbiers, das Uerige aus Düsseldorf. Das zweite ist schwarz wie die Nacht und kommt von der französischen Seite der Kanalküste, das Noire de Slack. Zwei eher dunkle Biere also, die gut zum frühherbstlichen Wetter passen. Aber halten sie auch geschmacklich ihr Versprechen? Was sagt Matze chez soi selbst dazu?Und hier endlich ein bisschen fundierte Info zu den Bieren…

Das Uerige Brauhaus in der Düsseldorfer Altstadt ist eine von vier verbliebenen Hausbrauereien in der Altbierkapitale. Oft schon Testsieger gewesen, behaupten nicht wenige Kenner, es sei das beste Altbier überhaupt. Obergärig, mit drei verschiedenen Malzen und einer ordentlichen Hopfenbeigabe gebraut (ja, echte Dolden, keine Pellets und kein Extrakt), bitterer als das Jever in seinen besten Zeiten. Und nur einen Monat haltbar – behauptet jedenfalls das Etikett. Wer wissen will, wie das Uerige hergestellt wird, auf der Homepage der Brauerei gibt es wirklich anschauliche Infos zum Brauprozess.

Ganz klar und ohne Konzessionen: Das ist einer der Leuchttürme deutscher Braukunst. Da fragt man sich unwillkürlich, warum nicht auch in anderen Landesteilen obergärig gebraut wird.

Das Noire de Slack stammt aus Nordfrankreich, genauer gesagt aus der Gegend zwischen den beiden Kanalhäfen Calais und Boulogne. „Slack“ ist dabei der englische Begriff für die Stauwasserseen hinter der Küste, eine verschilfte Landschaft, ideal für Wasservögel. Brauer Christophe Noyon kann nicht auf Jahrhunderte alte Brauereitradition zurückgreifen, vielleicht ist er deshalb freier im Umgang mit Braustilen. Auch er braut ausschließlich obergärig, hier eben ein schwarzes Bier, das sich an ein britisches Stout anlehnt. Stout stammte ursprünglich wohl aus London, das bekannteste Stout ist aber sicher das Guiness aus Irland. Auf seiner Homepage beschreibt Christophe das Land, die Brauerei und die Biere in Französisch und Englisch:

„Le Nord“ ist eine touristisch weniger beachtete Gegend, die erst durch den Film „Bienvenue chez les Ch’tis“ zu einer gewissen Popularität gekommen ist. Mein Tipp: unbedingt hinfahren – gastfreundlich und unkompliziert, Pubs wie in England, nur das Essen ist besser.

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