Burgund-Giganten: Domaine Leroy vs Comte de Vogüé

Allzu häufig kommt es nicht vor, dass ich richtig große rote Burgunder trinke. Das hat – Ihr könnt es Euch denken – weniger damit zu tun, dass ich solche Weine nicht mögen würde. Ganz im Gegenteil. Wer Rotweine möglichst elegant, vielschichtig, duftig, dennoch alterungsfähig und mit einer riesengroßen Historie ausgestattet haben möchte, voilà, da führt kein Weg, aber wirklich überhaupt keiner, an großen Burgundern vorbei. Leider weiß das die ganze Welt, es wissen die Burgundwinzer selbst und auch ihre Zwischenhändler, so dass die Preise für die richtig berühmten Namen in den letzten Jahrzehnten geradezu explodiert sind. Rund 600 € hätte mich eine der Flaschen jeweils gekostet, die ich Euch hier vorstellen möchte. Weiterlesen

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In der Bar: Codename Mixology Akasaka, Tokio

Wenn ich in meinem letzten Blogpost davon gesprochen hatte, „schon immer“ Pilze gesammelt zu haben, dies allerdings kurz darauf als unzutreffend kennzeichnen musste, bleibe ich diesmal bei der Wahrheit. Trotz ebenso übertrieben wirkender Ankündigung. Noch nie nämlich, und damit meine ich tatsächlich „noch nie“, habe ich auf diesem Blog, der sich mit Essen, Trinken und Reisen beschäftigt, über einen Barbesuch berichtet. Ehrlich gesagt liegt das daran, dass ich mich in Hemingway’schen Welten mit dicken Zigarren und harten Getränken nicht wirklich zu Hause fühle. Warum sollte das ausgerechnet hier in Tokio anders sein? Weil ich das Etablissement in gleich zweifacher Damenbegleitung betrete? Weiterlesen

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Große Pilzjagd

Schon immer. Wenn jemand behauptet, irgendetwas „schon immer“ gemacht zu haben, dann ist das in aller Regel schlichtweg falsch. So auch hier. Ich habe nicht „schon immer“ Pilze gesammelt. Aber mein Vater hat mich auf die Kuhweide mitgenommen, als ich gerade so laufen konnte. Einen der größten Triumphe meiner Kindheit erlebte ich, als ich mit unserem Nachbarn Kurt K. unterwegs war und mit drei großen Plastiktüten (ja, Plastik, es waren die Siebziger…) voller Wiesen-Champignons zurückgekommen bin. Solche Pilze suche ich zwar immer noch, aber im Laufe der Jahre sind auch ein paar ungewöhnlichere Varianten hinzugekommen, wie Ihr gleich sehen werdet. Weiterlesen

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Es war in Wien, war Vienna, wo er alles tat

…der Amadeus ist gemeint. Das Ex-Wolferl. Nicht ich. Von mir könnt Ihr so etwas nicht erwarten. Euer Reporter tut keinesfalls „alles“, vor allem nichts Angesagtes. Er zieht durch Kneipen, die keine Geheimtipps sind, isst Innereien, lauscht Gesprächen am Nebentisch, trinkt ein Achterl Veltliner, macht Fotos vom blauen Himmel und von der Wiener Hybris. Und denkt an heute, gestern und vorgestern. Selten an morgen. Es folgt ein ganz und gar subjektiver Streifzug durch Wien ohne Insider-Begleitung. Weiterlesen

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Weinreportage: In den Weinbergen der Domaine Montirius (Teil 2)

Ich bin immer noch auf der Domaine Montirius, gelegen im Süden des französischen Rhônetals, den Mont Ventoux in der Ferne im Blick. Wie schon in Teil 1 dieser klitzekleinen Weinreportage angekündigt, hatte ich mir von Eric Sorel in meine Karte die einzelnen Parzellen einzeichnen lassen, aus denen sie ihre Weine holen. Darauf hatte ich mich ehrlich gesagt fast am meisten gefreut: Die Weinberge in dieser für uns Nordländer (wenigstens seit Goethe) immer so seltsam anziehenden mediterranen Landschaft zu besuchen, ein bisschen herumzuwandern, die Gedanken streifen zu lassen. Weiterlesen

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Weinreportage: Domaine Montirius an der Südrhône (Teil 1)

Es ist etwas anderes, ob ich einen Wein im Laden kaufe und ihn zu Hause trinke. Oder ob ich dort hinfahre, wo er entsteht, ob ich mit den Menschen spreche, mir den Keller anschaue, die Landschaft, die Erde, welche die Trauben hervorbringt. Das erweitert nicht nur in einem analytischen Sinn das Verständnis über Zusammenhänge. Sondern es vermittelt auch einen Einblick in eine Dimension, die analytisch so schwer zu fassen und für denkende Wesen wie uns doch so ungemein wichtig ist. Nennen wir sie „die Seele des Weins“. Ich bin deshalb zur Domaine Montirius an die Südrhône gefahren, habe mit Winzer Eric Sorel gesprochen und mit seiner Tochter Manon, habe Weine probiert und bin schließlich in die Landschaft gefahren, zu den Parzellen.  Weiterlesen

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Mein idealer Tag in Aubenas/Ardèche

Aubenas ist eigentlich nichts weiter als eine Kleinstadt in Frankreich. Eine Kleinstadt, gelegen an der Schwelle zwischen dem Kanu-Tourismus an der Ardèche und den immer einsamer werdenden Höhen der Cevennen. Eine Kleinstadt mit zwei Herzen, dem einen oben um den alten Schlossberg herum und dem anderen unten in der Ebene mit seinen flachen Industriebauten. In Wirklichkeit aber ist Aubenas genau das, was wir Nordländer uns vorstellen, wenn wir an „das gute Leben“ in Frankreich denken. Und das werde ich mit meinem kleinen kulinarischen Stadtrundgang zu beweisen versuchen.

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