Weinreportage: In den Weinbergen der Domaine Montirius (Teil 2)

Ich bin immer noch auf der Domaine Montirius, gelegen im Süden des französischen Rhônetals, den Mont Ventoux in der Ferne im Blick. Wie schon in Teil 1 dieser klitzekleinen Weinreportage angekündigt, hatte ich mir von Eric Sorel in meine Karte die einzelnen Parzellen einzeichnen lassen, aus denen sie ihre Weine holen. Darauf hatte ich mich ehrlich gesagt fast am meisten gefreut: Die Weinberge in dieser für uns Nordländer (wenigstens seit Goethe) immer so seltsam anziehenden mediterranen Landschaft zu besuchen, ein bisschen herumzuwandern, die Gedanken streifen zu lassen. Weiterlesen

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Weinreportage: Domaine Montirius an der Südrhône (Teil 1)

Es ist etwas anderes, ob ich einen Wein im Laden kaufe und ihn zu Hause trinke. Oder ob ich dort hinfahre, wo er entsteht, ob ich mit den Menschen spreche, mir den Keller anschaue, die Landschaft, die Erde, welche die Trauben hervorbringt. Das erweitert nicht nur in einem analytischen Sinn das Verständnis über Zusammenhänge. Sondern es vermittelt auch einen Einblick in eine Dimension, die analytisch so schwer zu fassen und für denkende Wesen wie uns doch so ungemein wichtig ist. Nennen wir sie „die Seele des Weins“. Ich bin deshalb zur Domaine Montirius an die Südrhône gefahren, habe mit Winzer Eric Sorel gesprochen und mit seiner Tochter Manon, habe Weine probiert und bin schließlich in die Landschaft gefahren, zu den Parzellen.  Weiterlesen

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Mein idealer Tag in Aubenas/Ardèche

Aubenas ist eigentlich nichts weiter als eine Kleinstadt in Frankreich. Eine Kleinstadt, gelegen an der Schwelle zwischen dem Kanu-Tourismus an der Ardèche und den immer einsamer werdenden Höhen der Cevennen. Eine Kleinstadt mit zwei Herzen, dem einen oben um den alten Schlossberg herum und dem anderen unten in der Ebene mit seinen flachen Industriebauten. In Wirklichkeit aber ist Aubenas genau das, was wir Nordländer uns vorstellen, wenn wir an „das gute Leben“ in Frankreich denken. Und das werde ich mit meinem kleinen kulinarischen Stadtrundgang zu beweisen versuchen.

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Camba Bavaria: Bier-High-Tech aus der Provinz

„I gangad so gern auf d’Kampenwand, wann I mit meiner Wamp’n kannt!“ Einer meiner Lieblingsreime, so schlicht wie einleuchtend, wenngleich die Bahn mittlerweile so manchen Bauch in Richtung Gipfel getragen hat. Jedenfalls musste ich genau an diesen Reim denken, als ich die Kampenwand auf meinem Weg von Truchtlaching nach Seeon erblickte. In Seeon, nördlich vom Chiemsee, steht die nagelneue Anlage der Brauerei Camba Bavaria, während sich in Truchtlaching der Vorgänger- und in Gundelfingen der Vorvorgängerbau befindet, aber alle drei Braustätten stellen noch Biere her. Wie denn, werdet Ihr fragen, eine Brauerei mit drei Standorten, handelt es sich da etwa um einen internationalen Großkonzern mit Massenbieren? Und sowas stellst Du hier vor? Aber nicht doch. Charakterlose Massenbiere gibt es bei Camba Bavaria keinesfalls, aber etwas Besonderes hat es mit diesem Brauunternehmen schon auf sich, und deshalb möchte ich über Brauerei und Biere hier berichten. Weiterlesen

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Als Juror bei der Best of Bio-Weinprämierung

Am frühen Morgen war ich bereits aufgestiegen auf des Berges Höh‘, und da saß ich nun. Wie schön das hier ist!, dachte ich mir. Und irgendwie war ich mir sicher, dass die gesamte Menschheit in meiner Situation etwas ganz Ähnliches denken würde. Wie seltsam weltumfassend. Aber, so philosophierte ich in dünner Luft, konnte das überhaupt sein? Gibt es tatsächlich solche Dinge, die in ihrer Allgemeingültigkeit alle Menschen zu einem ganz ähnlichen Empfinden veranlassen? Und (Achtung, man beachte die enorm eckige stilistische Kurve) wäre es möglich, dass so etwas nicht nur für Bergblicke, sondern auch für solch profane Sachen wie Weine gilt? Denn, Bergphilosophie hin oder her, darum sollte es in den kommenden zwei Tagen hier im wunderschönen Leutascher Tal gehen: Ich wollte als Juror beim Best of Bio-Weintasting-Event 2017 die hundertprozentigen Weine aus dem Kandidatenpool herausfischen. Solche, die in ihrer Individualität gleichzeitig mir selbst und in ihrem Weltencharme hypothetisch auch allen anderen gefallen könnten. Weiterlesen

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Neues aus Seoul

Beim Anflug auf die koreanische Hauptstadt ahnt man bereits: Dies kann kein wirklich unbedeutender Ort sein. Über viele Kilometer ziehen sich die Hochhäuser dieses mehr als 25 Millionen Einwohner zählenden Ballungsraums hin, stets unterbrochen von ein paar grünen Flecken Park, Wald oder Berg. Seoul ist eine Stadt, die gar nicht so viele westliche Touristen anzuziehen scheint. Dabei gibt es hier für Shopper, Foodies und Kulturinteressierte jede Menge zu erleben. Tauchen wir also ein bisschen ein in das Häusermeer. Unten angekommen werden wir das tun, was die Koreaner auch tun: lokale Spezialitäten essen, spazierengehen, einkaufen und uns kostümieren. Weiterlesen

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Neues aus Tokio – Ausgabe Juni 2017

Juni – das bedeutet Regenzeit in Tokio. So heißt das auch ganz offiziell. Selbst wenn es sich dabei in aller Regel nicht um monsunartige Verhältnisse handelt, gilt der Juni unter ausländischen Touristen nicht gerade als präferierte Reisesaison. Für die Japaner hat die Regenzeit hingegen etwas Romantisches an sich. Es ist die Zeit, in der die Pflanzen grünen und gedeihen – und vor allem ist es die Zeit der großen Hortensienblüte. Wie, davon habt Ihr noch nie gehört? Ich vorher ehrlich gesagt auch nicht. Aber vor Ort ist das ungeheuer wichtig. Es scheint mir so zu sein, dass man, um Japan in Ansätzen verstehen zu können, eigentlich jede Jahreszeit dort einmal mitgemacht haben sollte. Denn Japan lebt enorm stark im bewussten Wandel der Jahreszeiten. Jede Jahreszeit besitzt hier ihre ganz eigenen Spezialitäten, die es nur dann gibt und die in besonderem Maße zelebriert werden. Weiterlesen

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