Crooked Vines – Wein vom portugiesischen Altreben-Projekt

TitelReflektieren wir mal kurz: Das Pfingstfest steht vor der Tür, wir haben (fast) alle frei, es wird heiß. Wenn wir also jetzt einen Wein trinken wollten, müsste der vermutlich eher weiß sein, aber weil es ja doch ein bisschen sonntäglich zugehen soll, muss es nicht unbedingt der dünne Schlucker sein, den wir gerade neu erstanden haben. Ein klarer Fall für …Bürklin-Wolf, oder nein, lieber doch etwas Unbekannteres, aber genauso gut. Weiterlesen

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Schon mal Uigurisch gegessen?

SchildHätten wir alle in der Schule besser aufgepasst, wüssten wir jetzt auch Bescheid. Wir wüssten zum Beispiel, dass Uiguristan eine sowjetische Republik in der Steppe ist, dass die Männer dort Zipfelmützen tragen und die Frauen sieben Röcke übereinander, und dass Marco Polo bei den Uiguren Station gemacht hat, bevor er es als erster Mensch schaffte, die gefürchtete Wüste Grobi zu durchqueren. Leider wurden die Uiguren bei mir in der Schule mit keinem Wort erwähnt, und so mag es durchaus sein, dass sich in obigen Satz ein paar marginale Fehler eingeschlichen haben. Wer also etwas über die Uiguren erfahren möchte, kann dies natürlich im Internet tun. Es gibt aber auch die Möglichkeit, sie selbst zu treffen und ihre kulturelle Herkunft mit dem Geschmackssinn zu erahnen. Wo? Na, zum Beispiel in München. Weiterlesen

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Der Jahrgang 2013 in Theorie und Praxis – der VDP Franken bittet zum Test

rel Feuchte 2010-2013Liebe Freunde der funktional-technischen Argumentation, jetzt gibt’s Futter für Euch. Die Fragen lauten: 1. Können die (trockenen, fränkischen) Weine aus dem Jahrgang 2013 überhaupt so gut geworden sein wie die aus dem Vorgängerjahrgang? 2. Wie verhalten sich die 2011er und die 2010er in dieser Hinsicht? Die Antworten für Anhänger des messbaren Genusses sind ziemlich eindeutig. Frage 1: Nein. Frage 2: 2011 war besser, 2010 schlechter. Kann man alles aus der Abbildung oben ersehen. Wenn man weiß, was dort abgebildet ist… Weiterlesen

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Tokyo Food Diary – In der Schneckenbratbar

TitelAn meinem letzten Abend in Tokio wollte ich noch irgendetwas Besonderes essen. Etwas, das ich später in Nürnberg nicht mehr würde essen können. Gut, unter dieser Prämisse hätte ich natürlich überall hingehen können, denn es gibt wahrscheinlich in ganz Franken kein Etablissement, das auch nur eine herzhafte Ramen ausschenken dürfte. Wir sind also nach Einbruch der Dunkelheit in die Gegend westlich des Bahnhofes Shinjuku gegangen, das (von mir) so genannte “Kantinenviertel”. Aber – zum ersten Mal bei meinem Tokio-Aufenthalt wurden wir bei dem Betreten eines Restaurants abgewiesen. Warum? Weiterlesen

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Gereifte Silvaner aus Franken – ein lohnenswerter Versuch?

TitelFranken ist das wahre Herz der Silvanerwelt, auch wenn der Silvaner ursprünglich weder von hier stammt noch – den Rheinhessen sei Dank – in Franken überhaupt der meiste Silvaner angebaut wird. Weshalb der Silvaner aus Franken in der übrigen Welt nicht den allerhöchsten Bekanntheitsgrad besitzt, könnte auch etwas mit der hierzulande gepflegten Art der Lobpreisung zu tun haben. Das größte Kompliment in Franken für einen herausragenden Wein lautet nämlich: „schmeckt net allzu fad“. Bei sehr guten Weinen heißt es anerkennend „mer kriegt’s nunter“, und schmackhafte Tröpfchen werden mit einem „naja“ belohnt. Glaubt mir, ich muss es wissen. Weiterlesen

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Wein aus Japan: unterwegs mit Ayana Misawa

TitelWir stehen vor einem Baum mit schuppiger Rinde. Über unseren Köpfen sind die Äste des Baumes als eine Art Hyper-Pergola an einem Drahtrahmen befestigt, so dass der Baum ähnlich wie eine Tanzlinde im mittelalterlichen Europa eine Fläche von vielleicht 50 Quadratmetern überspannt. Wir, das sind Ayana und ich. Ayana Misawa, Tochter des ehrenwerten Misawa-san, seines Zeichens Besitzer der Grace Winery und damit eines der traditionsreichsten Weingüter in Japan. Und der Baum ist keine Linde, sondern – ein Traubenbaum. Ein Rebstock von einem Meter Stammumfang. Nie habe ich so etwas bislang gesehen. Weiterlesen

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Tokyo Food Diary – Grenzen verschieben mit Gopchang

TitelJapan ist kein Land, in das man fährt, um dann möglichst alles genau so zu haben wie zu Hause. Japan ist auch kein Land, in dem sich Reisende wohl fühlen, die zu der Sorte “kontrollierter Esser” gehören. Die also bereits in der Heimat ihre Umgebung damit nerven, dass sie immer genau die Bestandteile ihrer Mahlzeit kennen müssen (weil sie x und y nämlich prinzipiell nicht essen). Allerdings werden neugierige Esser wie ich dank ihrer Experimentierfreude gelegentlich auch mal auf die Probe gestellt. So wie diesmal, als ich einfach auf einen Zettel an der Wand des kleinen Ess-Schuppens deutete. Dort befanden sich Schriftzeichen, ein nicht zu niedriger Preis und zwei Herzen, was mich glauben ließ, hiermit die “romantische Platte für Verliebte” gewählt zu haben. Weiterlesen

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