Das Vinocamp 2014 aus der Sicht eines Tagebuch-Schreibers

schöner alter WeinDisclaimer: Eine Bloggerin, die ich gut kenne, hatte einst einen Text geschrieben, der so übertrieben und comedyhaft war, dass wirklich niemand auf der Welt hätte denken können, dass sie das alles ernst meint. Sie hatte es aber nicht explizit erklärt. In den ersten Kommentaren ist dann gleich der Shitstorm losgebrochen. Übersetzt in diesen Text bedeutet das, dass alles, was jetzt folgt, nicht nur übertrieben und comedyhaft ist, sondern wirklich, tja, liebevoll gemeint. Das Vinocamp hat mir großen Spaß gemacht, wegen der Inhalte, aber auch wegen der netten Leute, die ich dort kennengelernt habe. Seid mir also bitte nicht böse, wenn es jetzt ein bisschen flapsiger zugeht auf diesem Blog als gewohnt. Ich hatte gestern beim Schreiben einfach keine Lust auf Ernsthaftes. Weiterlesen

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Wein aus Brasilien: WM-Hype oder wirklich lohnend?

EtikettIrgendwie habe ich das Gefühl, die Hälfte aller weltweit verfügbaren Journalisten sitzt momentan bei der Fußball-WM in Brasilien. Einerseits wirkt die Berichterstattung zu anderen politischen Themen sehr mager. Andererseits scheint jedes Ressort fast krampfhaft einen Bezug zu Brasilien herstellen zu wollen. Es gibt Artikel über brasilianische Rezepte, brasilianische Autoren, brasilianische Musik, brasilianische Technik und – unvermeidlich – auch brasilianischen Wein. Nun ist es so, dass Brasilien mittlerweile fast in den Top Ten der quantitativ wichtigsten Wein-Erzeugerländer gelandet ist mit einer Anbaufläche, die fast so groß ist wie jene in Deutschland. Ignoranz ist also nicht angesagt. Aber: Taugen die brasilianischen Weine überhaupt etwas? Ist da nicht überall Dschungel? Um mich diesen Fragen ein wenig zu nähern, habe ich mir als Exempel eine Flasche brasilianischen Weins gekauft, die mir besonders typisch vorkam. Weiterlesen

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Crooked Vines – Wein vom portugiesischen Altreben-Projekt

TitelReflektieren wir mal kurz: Das Pfingstfest steht vor der Tür, wir haben (fast) alle frei, es wird heiß. Wenn wir also jetzt einen Wein trinken wollten, müsste der vermutlich eher weiß sein, aber weil es ja doch ein bisschen sonntäglich zugehen soll, muss es nicht unbedingt der dünne Schlucker sein, den wir gerade neu erstanden haben. Ein klarer Fall für …Bürklin-Wolf, oder nein, lieber doch etwas Unbekannteres, aber genauso gut. Weiterlesen

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Schon mal Uigurisch gegessen?

SchildHätten wir alle in der Schule besser aufgepasst, wüssten wir jetzt auch Bescheid. Wir wüssten zum Beispiel, dass Uiguristan eine sowjetische Republik in der Steppe ist, dass die Männer dort Zipfelmützen tragen und die Frauen sieben Röcke übereinander, und dass Marco Polo bei den Uiguren Station gemacht hat, bevor er es als erster Mensch schaffte, die gefürchtete Wüste Grobi zu durchqueren. Leider wurden die Uiguren bei mir in der Schule mit keinem Wort erwähnt, und so mag es durchaus sein, dass sich in obigen Satz ein paar marginale Fehler eingeschlichen haben. Wer also etwas über die Uiguren erfahren möchte, kann dies natürlich im Internet tun. Es gibt aber auch die Möglichkeit, sie selbst zu treffen und ihre kulturelle Herkunft mit dem Geschmackssinn zu erahnen. Wo? Na, zum Beispiel in München. Weiterlesen

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Der Jahrgang 2013 in Theorie und Praxis – der VDP Franken bittet zum Test

rel Feuchte 2010-2013Liebe Freunde der funktional-technischen Argumentation, jetzt gibt’s Futter für Euch. Die Fragen lauten: 1. Können die (trockenen, fränkischen) Weine aus dem Jahrgang 2013 überhaupt so gut geworden sein wie die aus dem Vorgängerjahrgang? 2. Wie verhalten sich die 2011er und die 2010er in dieser Hinsicht? Die Antworten für Anhänger des messbaren Genusses sind ziemlich eindeutig. Frage 1: Nein. Frage 2: 2011 war besser, 2010 schlechter. Kann man alles aus der Abbildung oben ersehen. Wenn man weiß, was dort abgebildet ist… Weiterlesen

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Tokyo Food Diary – In der Schneckenbratbar

TitelAn meinem letzten Abend in Tokio wollte ich noch irgendetwas Besonderes essen. Etwas, das ich später in Nürnberg nicht mehr würde essen können. Gut, unter dieser Prämisse hätte ich natürlich überall hingehen können, denn es gibt wahrscheinlich in ganz Franken kein Etablissement, das auch nur eine herzhafte Ramen ausschenken dürfte. Wir sind also nach Einbruch der Dunkelheit in die Gegend westlich des Bahnhofes Shinjuku gegangen, das (von mir) so genannte “Kantinenviertel”. Aber – zum ersten Mal bei meinem Tokio-Aufenthalt wurden wir bei dem Betreten eines Restaurants abgewiesen. Warum? Weiterlesen

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Gereifte Silvaner aus Franken – ein lohnenswerter Versuch?

TitelFranken ist das wahre Herz der Silvanerwelt, auch wenn der Silvaner ursprünglich weder von hier stammt noch – den Rheinhessen sei Dank – in Franken überhaupt der meiste Silvaner angebaut wird. Weshalb der Silvaner aus Franken in der übrigen Welt nicht den allerhöchsten Bekanntheitsgrad besitzt, könnte auch etwas mit der hierzulande gepflegten Art der Lobpreisung zu tun haben. Das größte Kompliment in Franken für einen herausragenden Wein lautet nämlich: „schmeckt net allzu fad“. Bei sehr guten Weinen heißt es anerkennend „mer kriegt’s nunter“, und schmackhafte Tröpfchen werden mit einem „naja“ belohnt. Glaubt mir, ich muss es wissen. Weiterlesen

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