Tokyo Food Diary – In der Schneckenbratbar

TitelAn meinem letzten Abend in Tokio wollte ich noch irgendetwas Besonderes essen. Etwas, das ich später in Nürnberg nicht mehr würde essen können. Gut, unter dieser Prämisse hätte ich natürlich überall hingehen können, denn es gibt wahrscheinlich in ganz Franken kein Etablissement, das auch nur eine herzhafte Ramen ausschenken dürfte. Wir sind also nach Einbruch der Dunkelheit in die Gegend westlich des Bahnhofes Shinjuku gegangen, das (von mir) so genannte “Kantinenviertel”. Aber – zum ersten Mal bei meinem Tokio-Aufenthalt wurden wir bei dem Betreten eines Restaurants abgewiesen. Warum? Weiterlesen

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Gereifte Silvaner aus Franken – ein lohnenswerter Versuch?

TitelFranken ist das wahre Herz der Silvanerwelt, auch wenn der Silvaner ursprünglich weder von hier stammt noch – den Rheinhessen sei Dank – in Franken überhaupt der meiste Silvaner angebaut wird. Weshalb der Silvaner aus Franken in der übrigen Welt nicht den allerhöchsten Bekanntheitsgrad besitzt, könnte auch etwas mit der hierzulande gepflegten Art der Lobpreisung zu tun haben. Das größte Kompliment in Franken für einen herausragenden Wein lautet nämlich: „schmeckt net allzu fad“. Bei sehr guten Weinen heißt es anerkennend „mer kriegt’s nunter“, und schmackhafte Tröpfchen werden mit einem „naja“ belohnt. Glaubt mir, ich muss es wissen. Weiterlesen

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Wein aus Japan: unterwegs mit Ayana Misawa

TitelWir stehen vor einem Baum mit schuppiger Rinde. Über unseren Köpfen sind die Äste des Baumes als eine Art Hyper-Pergola an einem Drahtrahmen befestigt, so dass der Baum ähnlich wie eine Tanzlinde im mittelalterlichen Europa eine Fläche von vielleicht 50 Quadratmetern überspannt. Wir, das sind Ayana und ich. Ayana Misawa, Tochter des ehrenwerten Misawa-san, seines Zeichens Besitzer der Grace Winery und damit eines der traditionsreichsten Weingüter in Japan. Und der Baum ist keine Linde, sondern – ein Traubenbaum. Ein Rebstock von einem Meter Stammumfang. Nie habe ich so etwas bislang gesehen. Weiterlesen

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Tokyo Food Diary – Grenzen verschieben mit Gopchang

TitelJapan ist kein Land, in das man fährt, um dann möglichst alles genau so zu haben wie zu Hause. Japan ist auch kein Land, in dem sich Reisende wohl fühlen, die zu der Sorte “kontrollierter Esser” gehören. Die also bereits in der Heimat ihre Umgebung damit nerven, dass sie immer genau die Bestandteile ihrer Mahlzeit kennen müssen (weil sie x und y nämlich prinzipiell nicht essen). Allerdings werden neugierige Esser wie ich dank ihrer Experimentierfreude gelegentlich auch mal auf die Probe gestellt. So wie diesmal, als ich einfach auf einen Zettel an der Wand des kleinen Ess-Schuppens deutete. Dort befanden sich Schriftzeichen, ein nicht zu niedriger Preis und zwei Herzen, was mich glauben ließ, hiermit die “romantische Platte für Verliebte” gewählt zu haben. Weiterlesen

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Tokyo Food Diary: Tempura Tsunahachi, die legendäre Frittierstube

TitelTempura Tsunahachi ist eines dieser alteingesessenen Tokioter Häuser, in denen man auf einfache Art und Weise mit den Begriffen “Kunstfertigkeit” und “Frische” vertraut gemacht wird. Der einzige Nachteil besteht darin, dass Ihr nachher Frittiertes mit ganz anderen Augen sehen werdet und die dicke, triefige Kruste in Eurem Stammrestaurant vielleicht gar nicht mehr so gern mögt. Aber das sollte Euch von einem Besuch bei Tsunahachi nicht abhalten. Weiterlesen

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Tokyo Food Diary: Frisches Grün bei Yui

LadenBei mir im Haus (elf Stockwerke, alles Einzelzellen und solche für sehr schmale Paare) gibt es ein Restaurant. Und zwar direkt am Fahrstuhl im Erdgeschoss. Eigentlich ist es kein Restaurant in unserem Sinne, sondern eine Ess- und Trink-Bar – und vor allem ein Nachbarschaftstreff. Am Wochenende war es abends so voll, dass die Menschen bis auf die Straße quollen, schnell wurden ein paar Plastiktische draußen aufgestellt. Das einzige, was ich auf dem Schild vor dem Laden lesen kann, ist das Wort “Yui”. Ganz klar: Ins “Yui” wollte ich auch. Weiterlesen

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Sakura – Kirschblüten-Impressionen aus Tokio

1 TitelKeine Übertreibung ist zu groß, um das zu beschreiben, was Tokio zur Zeit der Kirschblüte ausmacht. Gelesen hatte ich davon zwar schon. Sakura heißt die Kirschblüte, und Hanami nennt man das Picknicken und Feiern unter den blühenden Kirschbäumen. Auf einer blauen Plastikplane sitzend. Aber davon zu lesen oder Fotos zu betrachten ist dann doch kein annähernd so starkes Erlebnis wie das Dabeisein. Hier folgen also ein paar visuelle Impressionen (wohl wissend, dass Ihr diese Bilder im Moment auch nur betrachten könnt, anstatt selbst unter einem solchen Baum zu sitzen) – und natürlich einige kulinarische Häppchen, denn Tokios Pâtissiers haben sich ebenfalls anregen lassen… Weiterlesen

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